Geschwindigkeitsüberschreitung 2014: zu schnell gefahren oder geblitzt worden?

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel trifft ein Bußgeldbescheid jenen, der durch eine Radarfalle fuhr. Termindruck, zu spät dran für die Arbeit, eine Geschwindigkeitsbegrenzung übersehen oder einfach Gedankenlosigkeit – da kann es schnell zu einer Geschwindigkeitsüberschreitung kommen und man wird geblitzt. Und dann kommt das Donnerwetter. Es hagelt Bußgelder, Punkte, im Zweifelsfall ein Fahrverbot. Herrscht nun Ratlosigkeit, da sie zu schnell gefahren sind und geblitzt wurden, können Sie sich mit Hilfe der unten gezeigten Bußgeldtabellen über die zu erwartenden Strafen für Vergehen innerorts oder außerorts im Voraus informieren.

Bußgeldrechner für Geschwindigkeitsüberschreitung

Wählen Sie bitte eine entsprechenden Bußgeldkatalog aus:

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird häufig um viele km/h überschritten

GeschwindigkeitsüberschreitungTatsächlich ist zu schnelles Fahren der Hauptgrund für eine Ordnungswidrigkeit in Deutschland. Alleine 2,9 Millionen Mal wurden 2011 laut Statistik des Kraftfahrbundesamtes (KBA) deutsche Autofahrer mit einer überschrittenen Höchstgeschwindigkeit geblitzt. Und das kann schnell mal teuer werden. Noch dazu kann es Punkte oder in besonders harten Fällen auch mehrere Monate Fahrverbot geben.

Da heißt es: Guter Rat ist teuer! Ist der Führerschein wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung nun weg oder hatte ich Glück, muss aber ordentlich Bußgeld zahlen? Und was mache ich zum Beispiel mit dem Anhörungsbogen – ausfüllen oder nicht? Und sollte ich Einspruch erheben oder gar einen Anwalt einschalten, erst Recht wenn ich der Meinung bin, dass ich gar nicht so schnell unterwegs war?

Eine Übersicht über alle wichtigen Fakten finden Sie auf unserer Webseite. Was kostet laut Bußgeldkatalog eine Geschwindigkeitsübertretung mit dem PKW, ab wann gibt es Punkte oder ist gar der Lappen weg und was ändert sich im neuen Bußgeldkatalog 2014? Antworten zu diesen und weiteren Fragen rund um das Thema ‚zu schnell gefahren‘.

Interessantes fand der Fernsehsender ZDF bei einer Prüfung von 15.000 Bußgeldbescheiden bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung heraus. Bei dem Check waren etwa ein Drittel der Bescheide angreifbar. So war bei 25 % der geprüften Bescheide die Beweisführung mangelhaft, 8 % laut Test sogar komplett falsch. Damit wäre ein Bußgeld oder sogar ein Fahrverbot in vielen Fällen nicht rechtens gewesen, so die Fachleute, die die Bescheide überprüft hatten. Daher gilt: Im Zweifelsfall einen Rechtsanwalt einschalten und Einspruch gegen den Bußgeldbescheid erheben, idealerweise zusammen mit einen Fachanwalt für Verkehrsrecht.

Konkrete Beispiele aus dem aktuellen Bußgeldkatalog 2014: Welche Geschwindigkeit bedeutet welches Bußgeld, wie viele Punkte und wie viele Monate Fahrverbot?

  • Die Überschreitung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit außerhalb von Ortschaften um 11-15 km/h kostet Sie eine vergleichsweise geringe Strafe: 20 Euro Bußgeld, keine Punkte, kein Fahrverbot.
  • Sie sind innerhalb einer Stadt in der 30er Zone insgesamt 33 km/h zu schnell gefahren, es wird teuer: 160 Euro Bußgeld, 2 Punkte, 1 Monat Fahrverbot.
  • 200 Euro Bußgeld sowie 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot drohen beispielsweise innerhalb einer geschlossenen Ortschaft ab einer überschrittenen Geschwindigkeit von 41 km/h. Die nächsten beiden Stufen wären innerorts 280 Euro und 480 Euro Bußgeld – mindestens 2 Monate Fahrverbot inklusive.
  • Mindestens 120 Euro “dürfen” Sie für die Geschwindigkeitsüberschreitung zahlen, wenn Sie es außerorts um 31-40 km/h übertrieben haben. Danach droht z.B. bei 41-50 km/h neben einem Monat Fahrverbot und 2 Punkten bereits ein Bußgeld in Höhe von 160 Euro. Bei > 71 km/h sieht die Sache schon ganz anders aus – nicht nur 3 Monate Fahrverbot, sondern auch schlappe 600 Euro Bußgeld sowie 2 Punkte in Flensburg werden auf dem Bußgeldbescheid erscheinen.

Alle Angaben ohne Gewähr, alle Angaben beziehen sich auf PKWs.

Die häufigsten Fragen zum Thema “zu hohe Geschwindigkeit” finden Sie hier erklärt: