Ladungssicherung

Täglich fahren über eine Million LKW über deutsche Autobahnen. Ihr Ziel ist es, Güter und Waren von einem Ort zu einem anderen zu überführen. Dabei ist enorm wichtig, dass eine richtige Ladungssicherung durchgeführt wird. Mangelnde Ladungssicherung kann zu schweren Unfällen führen. Doch nicht nur LKW Fahrer müssen ihre Ladung sichern, die Vorschriften gelten auf für Pkw Fahrer. Der folgende Text informiert darüber, wie die Vorschriften zur Ladungssicherung aussehen, welcher Verantwortung der Fahrer genügen muss und liefert eine Checkliste für richtige Ladungssicherung.

Bußgeldrechner zur Überladung

Sehen Sie hier die Bußgeldtabelle bei mangelnder Ladungssicherung

VergehenBußgeldPunkte
Ladung nicht gegen vermeidbaren Lärm gesichert10 €
Mit Ladung die Höhe von 4 m überschritten20 €
Mit Ladung die zulässige Breite überschritten20 €
Herausragende Ladung über 1 m nicht kenntlich gemacht25 €
Ladung im PKW nicht ausreichend gesichert35 €
... mit Gefährdung60 €1
... mit Unfall75 €1
Ladung im LKW nicht ausreichend gesichert60 €1
... mit Gefährdung75 €1
... mit Unfall100 €1

Ladungssicherung für LKW

Die Ladungssicherung bei einem LKW ist sehr wichtig. Durch ungesicherte Ladung kann es zu schweren Unfällen kommen.

Die Ladungssicherung bei einem LKW ist sehr wichtig. Durch ungesicherte Ladung kann es zu schweren Unfällen kommen.

Die Ladungssicherung dient vor allem der Sicherheit für den Gütertransport. Es ist wichtig, dass die Ladung keine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer oder den Führer des Wagens selbst darstellt. Natürlich soll auch die Ware während des Transports unbeschadet bleiben.

Dafür muss sie ordnungsgemäß gesichert sein. Als Hilfsmittel dienen hier Zurrgurte oder rutschfeste Matten. Diese verhindern, dass Gegenstände verrutschen oder während der Fahrt vom LKW fallen. Die Hilfsmittel müssen in regelmäßigen Abständen auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden.

Paragraph 22 der Straßenverkehrsordnung (StVO) zeigt die Bestimmungen zur Ladungssicherung:

„Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten“

Es kommt vor allem darauf an, das Gewicht und die richtige Ladungsverteilung zu bestimmen. Mit einer mathematischen Formel kann man die richtige Ladesicherung berechnen. Verrutschte Gegenstände können nicht nur während der Fahrt, sondern auch beim Entladen zu schweren Unfällen führen. Für die Ladungssicherung von Gefahrgut gelten besondere Bestimmungen.

Die Ladungssicherung muss bei einem LKW immer gegeben sein. Gerät der Fahrer in eine Polizeikontrolle, so kann die Polizei die Weiterfahrt bei mangelhafter Sicherung verbieten!

Ladungssicherung – wer trägt die Verantwortung?

Die Verantwortung zur Ladungssicherung trägt nicht nur der Fahrer. Auch Spediteur, Hersteller und Versandleiter sind verantwortlich.

Die Verantwortung zur Ladungssicherung trägt nicht nur der Fahrer. Auch Spediteur, Hersteller und Versandleiter sind verantwortlich.

Güter oder Waren, die durch einen LKW transportiert werden, durchlaufen in der Regel einige Stationen. Am Warentransport sind mehrere Parteien beteiligt: Fahrer, Spediteur, Hersteller und Versandleiter.
Der Fahrer trägt vor und während der Fahrt die Verantwortung. § 23 StVO dazu:

Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden. Wer ein Fahrzeug führt, hat zudem dafür zu sorgen, dass das Fahrzeug, der Zug, das Gespann sowie die Ladung und die Besetzung vorschriftsmäßig sind und dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs durch die Ladung oder die Besetzung nicht leidet.

Daraus folgt, dass der LKW Führer Ladungssicherung und Lastverteilung vor Fahrtantritt kontrollieren muss, dass er während er fährt die Ware kontrollieren und ggf. nachbessern muss und dass er sein Fahrverhalten auf den Transport der Ware abstimmen muss.

Allerdings ist der Fahrer nicht alleine für die Ladungssicherung verantwortlich. Auch der Spediteur (als Fahrzeughalter) steht in der Verantwortung. Er muss laut §§ 30 und 31 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) den ordnungsgemäßen Zustand und die ordnungsgemäße Ausrüstung des Fahrzeugs gewährleisten.

Der § 22 StVO richtet sich auch an den Versandleiter (Verlader), der somit auch für die Ladungssicherung verantwortlich ist. Als Verlader wird der „Leiter der Ladearbeiten“ angesehen. Wurde keine konkrete Person im Betrieb dafür genannt, haften im Zweifelsfall der Vorgesetzte oder der Geschäftsführer.

Auch der Hersteller (Absender) trägt die Verantwortung zur Ladungssicherung.

Ladungssicherung für PKW

Bei einem Umzug oder auf dem Weg in den Urlaub werden Fahrzeuge in großen Mengen vollgeladen und dienen als Transportmittel für verschiedene Güter (z.B. Möbel). Auch Tiere gelten als Ladung und müssen ordnungsgemäß gesichert werden. Beim Transport der Ladung gibt es Ladungssicherungsvorschriften, die Sie beachten müssen, um keine Bußgelder zu riskieren.

Die StVO schreibt zur Transportsicherung vor, dass Fahrzeuge mit Ladung nicht breiter als 2,55 m und nicht höher als 4 m sein dürfen. Weiterhin gibt es Bestimmungen zu herausragender Ladung über den Fahrzeugrand. So darf die Ladung nicht mehr als 1,50 m herausragen (bei einer Strecke bis zu 100 km sind 3 m zulässig). Weiter muss die Ladung, sobald sie über einen Meter über den hinteren Fahrzeugrand hinausgeht, kenntlich gemacht werden.

Checkliste zur Ladungssicherung

Die Ladung eines PKW darf eine Höhe von 4 m nicht übersteigen.

Die Ladung eines PKW darf eine Höhe von 4 m nicht übersteigen.

Beachten Sie die eben genannten und die folgenden Punkte, so haben Sie eine richtige Ladungssicherung:

  • Die Beladung darf nicht zu schwer sein, sonst droht ein Bußgeld wegen Überladung.
  • Der Fahrer darf durch die Ladung weder am Lenkrad noch in der Sicht eingeschränkt werden.
  • Fixieren Sie ihr Gepäck (oder ihren Hund) so, dass auch bei einer Vollbremsung keine Gefahr besteht.
  • Räumen Sie schwere Teile nach unten.
  • Bei einem Dachgepäckträger ist zu beachten, dass dieser die in den Zulassungspapieren angegebene Dachlast nicht überschreitet.

Bei der Ladungssicherung eines PKW mit Anhänger müssen Sie besonders darauf achten, die Ladung gegen vermeidbaren Lärm zu sichern. Zurrgurte können auch hier benutzt werden. Achten Sie stets darauf, dass die Kupplung am ziehenden Auto fest angebracht ist.

Ladungssicherung für Transporter/Kleintransporter

Auch bei Transportern und Kleintransportern muss eine Ladungssicherung getätigt werden. Die Transportsicherung erfolgt auch hier über Hilfsmittel wie Zurrgurte oder Antirutschmatten. Wichtig ist, dass es eine Trennwand zwischen der Fahrerkabine und der Ladung gibt. Dadurch soll verhindert werden, dass nach vorne kippende Gegenstände den Fahrzeugführer verletzen.

Bußgeldkatalog Landungssicherung und Überladung

Wer die StVO bezüglich der Ladungssicherung missachtet, muss mit Bußgeldern und teilweise mit Punkten in Flensburg rechnen. Besonders eine mangelhafte Ladungssicherung im LKW führt zu hohen Strafen. So bekommen Fahrer und Halter bei einer nicht ausreichend gesicherten Ladung im LKW ein Bußgeld von 60 Euro und einen Punkt in Flensburg auferlegt. Ein PKW Fahrer bekommt hingegen für dieses Vergehen „nur“ ein Bußgeld von 35 Euro auferlegt.

Auch eine Überladung des Fahrzeugs stellt einen Verstoß gegen die Ladungssicherung. Das Gesetz sieht vor allem für Kraftfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 t hohe Strafen vor. Ab einer Überladung von fünf Prozent bekommen sowohl Fahrer als auch Halter neben dem Bußgeld auch einen Punkt in Flensburg. Für den Halter wird stets ein höheres Bußgeld fällig.

Die Vorschriften zur Ladungssicherung sollten von allen Verkehrsteilnehmern, egal ob PKW oder LKW, beachtet und befolgt werden. Eine Missachtung kann zu schweren Unfällen führen. Sie dürfen außerdem ihr Fahrzeug nicht überladen.
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