Fußgänger angefahren? Das Wichtigste zum Personenunfall

Haben Sie einen Fußgänger angefahren, so müssen Sie umgehend Hilfe leisten.

Haben Sie einen Fußgänger angefahren, so müssen Sie umgehend Hilfe leisten.

Unfälle im Verkehr verursachen nicht nur Blechschäden; oft genug werden durch ein Fahrzeug Passanten verletzt.

Ein Unfall mit einem Fußgänger ist schnell passiert und kann in besonders schlimmen Fällen langjährige Konsequenzen nach sich ziehen.

Sowohl Fahrzeugführer als auch Fußgänger sind Verkehrsteilnehmer, welche sich grundsätzlich umsichtig im Umgang zueinander verhalten sollen. Was es bei einem Fußgängerunfall zu beachten gibt, ist hier zusammengefasst.

Verkehrsunfall mit Fußgänger – der Angefahrene hat Priorität!

Kommt es zu einem Unfall, in welchem ein Fahrzeug und ein Fußgänger verwickelt sind, sehen sich viele Autofahrer mit einem Generalverdacht konfrontiert. Dies hat nicht nur mit dem offensichtlichen Unterschied zwischen Mensch und tonnenschwerer Maschine zu tun. In der Fahrschule wird stets betont, Fußgänger besonders zu beachten und neben der Fahrbahn auch Gehwege im Auge zu behalten.

Sind Sie der Autofahrer, gilt als erste Regel: Hilfe leisten. Der Betroffene hat in solch einem Moment sofort anzuhalten und sich um den Verletzen zu kümmern – und nicht etwa, den Schaden am eigenen Auto zu begutachten. Zudem muss ggf. umgehend die Polizei oder ein Krankenwagen verständigt werden.

Wird jemand Zeuge, wie ein Fußgänger angefahren wurde, hat dieser ebenfalls Hilfe zu leisten. Nicht selten steht der Autofahrer nach dem verursachten Unfall unter Schock und ist deshalb nicht fähig, den Notruf abzusetzen.

Wurde nun eine Person von einem Auto angefahren, können die Verletzungen ganz unterschiedlich ausfallen. Je nachdem, wie der anschließende Aufprall war und wie kraftvoll der Fußgänger angefahren wurde, sind Folgen wie

    • Prellungen
    • Kratzern und Schnitte
    • Knochenbrüche/Verstauchungen
    • verdrehten Gliedmaßen
    • Schleudertraumata

möglich.

Doch nur weil kein Blut sichtbar ist, bedeutet das nicht automatisch, dass die Person, die angefahren wurde, auch keine Verletzungen hat. Vieles zeigt sich oft erst nach einer Weile.

Fußgänger oder Fahrer – wer trägt Schuld?

Wurde sich um etwaige Verletzungen gekümmert, steht im Normalfall als nächstes die Frage nach dem Hergang im Raum. Wer war schuld, dass es zu dem Unfall kam – der Fußgänger, der angefahren wurde, oder der Fahrzeughalter, der den Fußgänger angefahren hat? Nicht selten tragen Fußgänger nämlich eine Teilschuld – so zum Beispiel dann, wenn sie an einer unerlaubten Stelle die Fahrbahn überquert haben.

Ist ein Fußgänger angefahren worden, zieht dies nicht selten einen langwierigen Rechtsstreit nach sich – vor allem dann, wenn beide Parteien auf ihre eigene Unschuld pochen oder es zu besonders schweren körperlichen Folgeschäden mit Anspruch auf Schmerzensgeld kommt.

Ist die angefahrene Person am Unfallort bei vollem Bewusstsein, dann suchen Sie das Gespräch. Viele Unfälle, in denen Fußgänger angefahren werden, gehen glimpflich aus und können untereinander ohne Polizei geregelt werden.
Unfall am Zebrastreifen: Ist der Fußgänger immer im Recht?

Unfall am Zebrastreifen: Ist der Fußgänger immer im Recht?

Wurde eine Person bzw. Fußgänger von einem Auto angefahren, muss oft Schmerzensgeld vom Fahrer gezahlt werden. Dies ist eine materielle Entschädigung für schwere Verletzungen oder solche, welche ein langes Nachspiel haben. Es kann von dem Geschädigten nach einem Unfall geltend gemacht werden.

Nicht selten passiert es auch, dass der Unfall eben nicht zufällig war.
Ein Fußgänger springt oder läuft gezielt vor Ihr Auto? Die Schuldfrage kann in solch einem Fall schnell zu Ihren Gunsten beantwortet werden. Waren zudem ungewöhnlich schnell Zeugen am Tatort, sind dies gute Anzeichen dafür, dass der Unfall fingiert ist. Betrüger lauern ortsunkundigen oder ungeübten Fahrern auf und wollen Leistungen der Versicherung durch einen fingierten Unfall erschleichen.

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