Die Straßenverkehrsordnung (StVO) – ein Blick auf die Regeln im Straßenverkehr

Die StVO regelt das korrekte Verhalten von Fahrzeugführern, Radfahrern und Fußgängern im Straßenverkehr.

Die StVO regelt das korrekte Verhalten von Fahrzeugführern, Radfahrern und Fußgängern im Straßenverkehr.


In Deutschland wird das korrekte Verhalten im Verkehr von der Straßenverkehrsordnung, kurz StVO, definiert. Dabei finden sich Vorschriften zu unterschiedlichen Verkehrssituationen, aber auch allgemeine Angaben laut StVO für Kindersitz, Rechtsfahrgebot, etc. Es handelt sich um eine Bundesrechtsverordnung, die dem Verkehrsrecht zuzuordnen ist. Sie trat am 1. Oktober 1934 in Kraft.

Am 1. April 2013 wurde sie überarbeitet und eine Neufassung herausgegeben. In regelmäßigen Abständen finden weitere Änderungen statt, letztmals am 15. September 2015. Die letzte Änderung integriert Sonderrechte für elektrisch betriebene Fahrzeuge, wie zum Beispiel die Zulassung für besondere Parkflächen.

Wie die Verkehrszeichen in der StVO definiert sind, welche Bestimmungen für ein Fahrrad laut StVO gelten und eine Auflistung besonderes wichtiger Paragraphen, finden Sie im folgenden Ratgeber zur Straßenverkehrsordnung.

Die Straßenverkehrsordnung

Um eine Grundlage für das Verhalten im Verkehr auf öffentlichen Straßen zu haben, existiert die StVO. Auch Verkehrszeichen werden in dieser festgelegt, sodass sie in ganz Deutschland einheitlich und somit für jedermann verständlich sind. Sie regeln zum Beispiel, welches Fahrzeug Vorfahrt hat, wo ein Park- oder Halteverbot besteht und ob es sich um eine Einbahnstraße handelt.

In der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO) ist klar definiert:

Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) regelt und lenkt den öffentlichen Verkehr.

Diese Vorschriften gelten für alle Verkehrsteilnehmer, egal ob Autofahrer, Fahrradfahrer oder Fußgänger. Werden sie nicht befolgt, können Strafen in Form von Geldbußen, Punkten in Flensburg oder einem Fahrverbot laut Bußgeldkatalog verhängt werden.

In der StVO werden Verkehrszeichen und deren Bedeutung definiert.

In der StVO werden Verkehrszeichen und deren Bedeutung definiert.


Für das Verkehrsrecht in Deutschland ist nicht nur die Straßenverkehrsordnung relevant, auch andere Verkehrsverordnungen existieren und befassen sich mit verschiedenen Themengebieten. Folgende vier Rechtsverordnungen bilden die Grundlage für das Straßenverkehrsrecht:

  • die Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV),
  • die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FVZ),
  • die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) und
  • die Straßenverkehrsordnung (StVO).

Hauptzweck dieser Verordnungen ist es, einen sicheren und geregelten Umgang im Straßenverkehr zu gewährleisten. Die Regelungen sind so strukturiert, dass sich jeder daran halten kann und somit das Unfallrisiko erheblich reduziert wird.

Wichtige Paragraphen:

  • § 7 StVO zur Benutzung von Fahrstreifen durch Kraftfahrzeuge
  • § 18 StVO zu Autobahnen und Kraftfahrstraßen
  • § 34 StVO zum Unfall
  • § 37 StVO zu Wechsellichtzeichen, Dauerlichtzeichen und Grünpfeil

Die StVO zum Parken

Die StVO definiert eine Promillegrenze für Fahrer von Kraftfahrzeugen.

Die StVO definiert eine Promillegrenze für Fahrer von Kraftfahrzeugen.

Nicht nur das Verhalten im fließenden Verkehr, auch die Bestimmungen zum Parken sind laut StVO klar geregelt. Grundsätzlich muss eine Unterscheidung zwischen Parken und Halten getroffen werden.

Ersteres definiert sich dadurch, dass das Fahrzeug nicht verlassen wird und nicht länger als drei Minuten an einer Stelle steht.

Beträgt die Haltezeit länger, gilt das Kfz als geparkt. Dazu gelten laut Paragraph 12 folgende Bestimmungen:

(3) Das Parken ist unzulässig

  1. vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen bis zu je 5 m von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten,
  2. wenn es die Benutzung gekennzeichneter Parkflächen verhindert,
  3. vor Grundstücksein- und -ausfahrten, auf schmalen Fahrbahnen auch ihnen gegenüber,
  4. über Schachtdeckeln und anderen Verschlüssen, wo durch Zeichen 315 oder eine Parkflächenmarkierung (Anlage 2 Nummer 74) das Parken auf Gehwegen erlaubt ist,
  5. vor Bordsteinabsenkungen.

An diesen Stellen herrscht also ein Parkverbot laut StVO. Auch die Benutzung der Parkscheibe wird per StVO geregelt. Des Weiteren ist festgelegt, dass platzsparend geparkt werden muss. Auch das Vorrecht auf einen Parkplatz wird in Absatz fünf klar geregelt:

An einer Parklücke hat Vorrang, wer sie zuerst unmittelbar erreicht; der Vorrang bleibt erhalten, wenn der Berechtigte an der Parklücke vorbeifährt, um rückwärts einzuparken oder wenn sonst zusätzliche Fahrbewegungen ausgeführt werden, um in die Parklücke einzufahren.

§ 35 der StVO definiert Sonderrechte und nimmt bestimmte Berufsgruppen von den Regelungen dieser aus:

Von den Vorschriften dieser Verordnung sind die Bundeswehr, die Bundespolizei, die Feuerwehr, der Katastrophenschutz, die Polizei und der Zolldienst befreit, soweit das zur Erfüllung hoheitlicher Aufgaben dringend geboten ist.

Die StVO zur zulässigen Geschwindigkeit

Wie eben erwähnt, gelten für Radfahrer keine allgemein definierten Geschwindigkeitsvorschriften. Für alle motorisierten Fahrzeuge, wird in § 3 der StVO bestimmt, welche Vorschriften innerorts und außerorts gelten. Zusammenfassend besagt der Paragraph, dass

  • nur so schnell gefahren werden darf, dass das Fahrzeug ständig beherrscht wird und in der übersehbaren Strecke gehalten werden kann,
  • bei eingeschränkter Sicht die Geschwindigkeit angepasst werden muss,
  • ohne triftigen Grund nicht so langsam zu fahren ist, dass der Verkehrsfluss behindert wird,
  • die Höchstgeschwindigkeit innerorts 50 km/h beträgt, falls keine entsprechende Beschilderung diese aufhebt.

Ein besonders geschützter Ort für Fußgänger und Kinder ist ein verkehrsberuhigter Bereich laut StVO. Hier muss mit Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Personen, die die Straße überqueren wollen haben Vorrang vor einem Kfz.

Weitere Themengebiete der StVO: Promillegrenze, Kreisverkehr, Anschnallpflicht und viele andere.

Die StVO fürs Fahrrad

Die StVO für das Fahrrad regelt unter anderem die korrekte Beleuchtung oder den korrekten Transport von Kindern.

Die StVO für das Fahrrad regelt unter anderem die korrekte Beleuchtung oder den korrekten Transport von Kindern.

Das Fahrrad wird in der StVO nicht explizit mit einem eigenen Paragraphen bedacht, dennoch gelten alle Verhaltensregeln und in der StVO definierten Zeichen auch für Radler. Wer diese Pflichten nicht einhält, muss ebenfalls mit Bußgeldern oder Punkten in Flensburg rechnen.

Auch bei einem Vergehen mit dem Fahrrad gegen die StVO kann es zu Punkten in Flensburg oder zu einem Führerscheinentzug kommen. Dieser erfolgt zum Beispiel bei einer Fahrt unter Alkoholeinfluss mit einem Promille-Wert über 1,6.

Im Folgenden sollen daher die wichtigsten Regeln für die Benutzung des Fahrrads im Straßenverkehr zusammengefasst werden:

  • Promillegrenze: Diese ist beim Fahrrad deutlich höher angesetzt als bei Fahrern anderer Fahrzeuge. So kommt es erst ab einem Wert von 1,6 zu einem Führerscheinentzug, drei Punkten in Flensburg und der Anordnung einer MPU.
  • Geschwindigkeit: Eine festgelegte Grenze gibt es nicht. Dennoch sollte stets so gefahren werden, dass niemand (vor allem Fußgänger) gefährdet oder verletzt wird.
  • Lichtzeichen: Bei einem Rotlichtverstoß mit dem Fahrrad ist im Gegensatz zum Pkw kein Fahrverbot zu befürchten. Es wird ein Bußgeld und ein Punkt in Flensburg fällig.
  • Personenbeförderung: Transportieren Sie Kinder auf dem Rad, müssen Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden.
  • Straßennutzung/Verkehrszeichen: Es existieren Verkehrszeichen speziell für Radfahrer. Diese Regeln zum Beispiel, wann ein Radweg genutzt werden muss. Das Fahren auf dem Bürgersteig ist generell verboten.
  • Fahrradbeleuchtung: Eine funktionstüchtige Beleuchtung erhöht nicht nur die Sicherheit, sie schützt auch vor einem Bußgeld.
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