Bußgeldbescheid ignorieren: Führt das zum Ziel?

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Statt den Bußgeldbescheid zu ignorieren, sollten Sie lieber einen Anwalt hinzuziehen.

Statt den Bußgeldbescheid zu ignorieren, sollten Sie lieber einen Anwalt hinzuziehen.

Flattert ein Bußgeldbescheid in den heimischen Briefkasten, so ist dies ärgerlich. Häufig fällt nicht nur ein Bußgeld an, sondern unter Umständen auch Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot.

Bei diesem Anblick wünscht sich manch ein Fahrer, die Ordnungswidrigkeit nicht begangen zu haben.

Um den Bußgeldbescheid zu vergessen, landet er vielleicht in der Schublade, getreu dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“. Doch ist es eine Lösung, den Bußgeldbescheid einfach zu ignorieren?

Bußgeldbescheid ignorieren: Aussitzen einfach möglich?

Erhalten Sie von der Behörde einen Bußgeldbescheid, sollten Sie diesen in keinem Fall einfach ignorieren, denn die Einspruchsfrist läuft. Darauf zu hoffen, dass die Behörde ihn vergisst, ist keine gute Idee, denn diese wird sich dann bald mit einer Mahnung bei Ihnen melden. Es kommen dann Mahngebühren hinzu, die Sie ebenfalls zahlen müssen.

Sie sollten den Bußgeldbescheid nicht ignorieren. Nach Erhalt haben Sie 14 Tage Zeit, um Einspruch einzulegen, danach wird er andernfalls rechtskräftig und Sie müssen die geforderte Summe zahlen. Unterlassen Sie den Einspruch bzw. zahlen nicht, folgt eine Mahnung.

Wollen Sie nicht nur den Bußgeldbescheid ignorieren, sondern auch die nachfolgenden Mahnungen, drohen weitere Konsequenzen. Die Behörde gibt den Fall dann an die Vollstreckungsbehörde weiter. Dann klingelt nicht mehr der Postbote an der Haustüre, sondern ein Gerichtsvollzieher, der das Bußgeld, die Auslagen, die Mahnkosten und die Gebühren eintreibt.

Sind Sie nicht in der Lage, dass Bußgeld zu bezahlen, sollten Sie den Bußgeldbescheid dennoch nicht ignorieren. Kontaktieren Sie innerhalb der Frist die Behörde und beantragen Sie beispielsweise eine Ratenzahlung.

Wehren Sie sich weiter gegen das Bußgeld und wollen dieses nicht zahlen, droht Erzwingungshaft. Diese dauert dann zwischen einem Tag und sechs Wochen. Umgehen können Sie diese dann nur noch, wenn Sie den Bußgeldbescheid nicht weiter ignorieren, sondern zahlen.

Fehler im Bußgeldbescheid: Einspruch ist das Mittel der Wahl

Bemerken Sie einen Fehler im Bußgeldbescheid oder sind Sie beispielsweise zur Tatzeit gar nicht gefahren, sollten Sie den Bußgeldbescheid ebenfalls nicht ignorieren, sondern Einspruch einlegen.

Können Sie mit dem Bußgeldbescheid nichts anfangen, wenden Sie sich schnellstmöglich an einen Anwalt. Keinesfalls sollten Sie den Bescheid ignorieren, denn wenn die Einspruchsfrist erst einmal rum ist, haben Sie kaum noch Chancen gegen die Entscheidung der Behörde vorzugehen.

Die Behörde prüft den Einspruch dann und gibt diesem entweder statt oder leitet den Fall ans Gericht weiter. Der Richter entscheidet dann, ob Ihr Einspruch gerechtfertigt war oder nicht.

Anhörung im Bußgeldverfahren ignorieren: Ist das erlaubt?

Wenn Sie den Bußgeldbescheid ignorieren, droht im schlimmsten Fall Erzwingungshaft.

Wenn Sie den Bußgeldbescheid ignorieren, droht im schlimmsten Fall Erzwingungshaft.

Häufig geht dem Bußgeldbescheid an Anhörungsbogen voraus. In diesem haben Sie die Möglichkeit, Stellung zu der Ordnungswidrigkeit zu nehmen. Sind Sie beispielsweise nur der Halter des Fahrzeugs, aber zur angegeben Zeit nicht gefahren, können Sie dies in dem Anhörungsbogen vermerken.

Doch können Sie die Anhörung vor dem Bußgeldbescheid ignorieren oder drohen auch dann Konsequenzen? Sie sind lediglich dazu verpflichtet, Ihre Personenangaben auf dem Bogen zu notieren und diesen an die Behörde zurückzusenden. Sollten sich diese bereits auf dem Bogen befinden, können Sie ihn ignorieren. Angaben zur vorgeworfenen Ordnungswidrigkeit müssen Sie nicht machen.

Bußgeldbescheid ignorieren und einfach drei Monate warten? Diese Idee verfolgt zwar der ein oder andere, zielführend ist sie allerdings nicht. Zwar beträgt die Verjährungsfrist in der Regel drei Monate, allerdings gilt diese nur solange, bis der Bußgeldbescheid nicht ergangen ist. Haben Sie den Bescheid erhalten, ignorieren ihn nur, greift die Vollstreckungsverjährung, welche drei Jahre umfasst.

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