Bußgeldkatalog Rechtsfahrgebot – welche Strafen drohen bei Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot?

Die Bugeldtabelle bei einer Missachtung des Rechtsfahrgebots

TatbestandBußgeldPunkte
Rechtsfahrgebot beim Überholtwerden missachtet mit Gefährdung anderer80 €1
Rechtsfahrgebot auf der Autobahn missachtet und andere gefährdet80 €1

Das Gebot rechts zu fahren gilt in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern mit Rechtsverkehr für ein Auto auf den Straßen. In Ländern mit Linksverkehr (Australien oder England) gilt das Linksfahrgebot. In Deutschland wird unterschieden zwischen einem Rechtsfahrgebot auf den Straßen innerorts und einem Rechtsfahrgebot auf der Autobahn.

Ein Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot wird mit einem Bußgeld und einem Punkt in Flensburg geahndet. Der folgende Ratgeber klärt Sie über die Unterschiede im Rechtsfahrgebot in der Stadt und außerorts auf, zeigt die Straßenverkehrsordnung (StVO) zum Rechtsfahrgebot und informiert, welche Strafen Sie erwarten, wenn Sie das Rechtsfahrgebot missachtet haben.

Das Rechtsfahrgebot laut StVO

Auf deutschen Autobahnen gilt das Rechtsfahrgebot. Die linke Spur ist ausschließlich zum Überholen da.

Auf deutschen Autobahnen gilt das Rechtsfahrgebot. Die linke Spur ist ausschließlich zum Überholen zu benutzen.

§ 2 StVO regelt das Rechtsfahrgebot in Deutschland:

  1. Fahrzeuge müssen die Fahrbahnen benutzen, von zwei Fahrbahnen die rechte. Seitenstreifen sind nicht Bestandteil der Fahrbahn.
  2. Es ist möglichst weit rechts zu fahren, nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, an Kuppen, in Kurven oder bei Unübersichtlichkeit.

Ein Kfz- Fahrer muss also im Allgemeinen möglichst weit rechts fahren und sich insbesondere in gefährlichen Situationen (beim Überholtwerden oder an Kuppen) an das Rechtsfahrgebot halten. Wer also überholt wird, darf nicht plötzlich beschleunigen und so den Überholvorgang des anderen Fahrers behindern.

Rechtsfahrgebot auf der Autobahn

Auf Autobahnen gilt generell das Rechtsfahrgebot. Die linke Spur soll zum Überholen genutzt werden. Nach dem Überholvorgang muss sich der Fahrer wieder auf der rechten Spur einordnen. Allerdings ist ein dauerhaftes Befahren der Mittelspur kein Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot. In der StVO heißt es in § 7:

Sind außerhalb geschlossener Ortschaften für eine Richtung drei Fahrstreifen mit Zeichen 340 gekennzeichnet, dürfen Kraftfahrzeuge, abweichend von dem Gebot möglichst weit rechts zu fahren, den mittleren Fahrstreifen dort durchgängig befahren, wo – auch nur hin und wieder – rechts davon ein Fahrzeug hält oder fährt. Dasselbe gilt auf Fahrbahnen mit mehr als drei so markierten Fahrstreifen für eine Richtung für den zweiten Fahrstreifen von rechts.[…]

So darf außerhalb geschlossener Ortschafen bei drei oder mehr Spuren von dem Rechtsfahrgebot abgewichen werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass auf dem rechten Fahrstreifen hin und wieder Autos fahren.

Eine weitere Ausnahme ist gegeben, wenn es die Verkehrsdichte rechtfertigt. Das heißt, sollte sich der Verkehr stauen, so dürfen Sie auch die linke Spur befahren, ohne sich in einem Überholvorgang zu befinden.

Rechtsfahrgebot innerorts

Während das Rechtsfahrgebot auf der Autobahn verpflichtend ist, können innerhaln geschlossener Ortschafen alle verfügbaren Spuren von einem Auto befahren werden. Allerdings gilt diese Regelung nur für Fahrzeuge bis 3,5 t zulässiger Gesamtmasse. Fahrzeuge, die diese Gesamtmasse überschreiten, müssen das Rechtsfahrgebot befolgen.

Auch Radfahrer müssen möglichst weit rechts fahren. Allerdings sollten sie auch immer einen Sicherheitsabstand zum Bordstein halten.

Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot- Ein Bußgeld wird fällig

Wer das Rechtsfahrgebot missachtet, muss mit Geldstrafen und Punkten in Flensburg rechnen.

Wer das Rechtsfahrgebot missachtet, muss mit Geldstrafen und Punkten in Flensburg rechnen.


Wenn ein Fahrer auf Autobahnen oder Kraftfahrtstraßen permanent und ohne erkennbaren Grund die linke Spur benutzt und jemanden gefährdet, so liegt ein Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot vor. Das Bußgeld beläuft sich in diesem Fall auf 80 Euro, der Fahrer bekommt zusätzlich einen Punkt in Flensburg.

Befolgt ein Fahrer das Rechtsfahrgebot bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, an Kuppen, in Kurven oder bei Unübersichtlichkeit nicht und gefährdet dadurch andere Verkehrsteilnehmer, so erwarten ihn ebenfalls eine Geldstrafe von 80 Euro und ein Punkt in Flensburg.

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