Bußgeldkatalog: Rote Ampel überfahren

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Vor allem an Kreuzungen, Engstellen, Baustellen und Einmündungen kommen verschiedene Ampelmodelle zum Einsatz. Diese sind vor allem dazu bestimmt, den Verkehr zu regeln und ihn somit für alle Teilnehmer sicherer und fairer zu machen, sodass ein optimaler Verkehrsfluss gewährleistet werden kann. Vor allem bei Baustellen und Einmündungen soll die Ampel diese unfallträchtigeren Verkehrsbereiche deutlich entschärfen. Klar ist, dass die Ampel nicht mehr aus dem Straßenverkehr wegzudenken ist und zu den wichtigsten Gegenständen in diesem Bereich gehört. Wer jedoch bei Rot über die Ampel fährt, muss mit einem Bußgeldbescheid sowie eventuellen Punkten oder einem Fahrverbot rechnen. Natürlich nicht ohne Grund. Denn ein Rotlichtverstoß kann schnell zu Unfällen mit fatalen Sach- und Personenschaden führen, sodass eine klare Gefährdung für andere Straßenverkehrsteilnehmer besteht.

Bußgeldrechner bei Rotlichtverstößen

Bußgeldtabelle bei Rotlichtverstößen

Kosten, Punkte und Fahrverbote (Stand 01.05.2014)

VergehenBußgeldPunkteFahrverbotLohnt ein Einspruch?
Rote Ampel überfahren90 Euro1 Punkt
Rote Ampel überfahren, mit Gefährdung200 Euro2 Punkte1 MonatHier prüfen
Rote Ampel überfahren, mit Sachbeschädigung240 Euro2 Punkte1 MonatHier prüfen
Rote Ampel überfahren, die länger als 1 Sekunde Rot war200 Euro2 Punkte1 MonatHier prüfen
Rote Ampel überfahren, die länger als 1 Sekunde Rot war, mit Gefährdung320 Euro2 Punkte1 MonatHier prüfen
Rote Ampel überfahren, die länger als 1 Sekunde Rot war, mit Sachbeschädigung360 Euro2 Punkte1 MonatHier prüfen

Einfacher und qualifizierter Regelverstoß beim Rotlichtverstoß

Rote Ampel mit Stoppschild

Rote Ampel mit Stoppschild

Die Sanktionen für den Rotlichtverstoß richten sich vor allem nach der Dauer, wie lange die Ampel bereits „Rot“ angezeigt hat. War diese erst bis zu einer Sekunde auf Rot, handelt es sich jedoch nur um einen einfachen Rotlichtverstoß, welcher im Gegensatz zum qualifizierten Verstoß mit vergleichswese geringen Strafen sanktioniert wird.

Ist ein Fahrzeugfahrer bei Rot über die Ampel gefahren und wurde dabei erwischt, so kann er bei einem einfachen Verstoß schon bald mit einem typischen Bußgeldbescheid rechnen. Das Bußgeld beträgt in dieser Situation laut aktuellem Bußgeldkatalog 90 Euro. Zusätzlich wird ein Punkt in Flensburg fällig. Ein Fahrverbot sowie andere Strafen kommen hier nicht hinzu. Steht mit dem Rotlichtverstoß jedoch eine Gefährdung im Raum, so beträgt das Bußgeld bereits 200 Euro und die Punkte verdoppeln sich auf zwei. Zusätzlich müssen Betroffene mit einem Fahrverbot von einem Monat rechnen. Kommt mit dem Rotlichtverstoß ein Sachschaden zustande, erhöht sich das Bußgeld auf 240 Euro.

Hat die Ampel jedoch schon länger Rot angezeigt, gilt dieser Verstoß als qualifizierter Rotlichtverstoß und wird wesentlich schwerer sanktioniert. Das Bußgeld beträgt laut Bußgeldkatalog bereits 200 Euro. Auch die zwei Punkte in Flensburg sind nun unumgänglich. Zusätzlich müssen Betroffene mit einem Monat Fahrverbot rechnen und auch eine Freiheitsstrafe kann mit bis zu fünf Jahren verhängt werden. Steht jedoch der qualifizierte Rotlichtverstoß mit einer Gefährdung zusammen, so erhöht sich das Bußgeld laut Bußgeldtabelle bereits auf 320 Euro. Auch hier kann neben den zwei Punkten in Flensburg sowie einem Monat Fahrverbot eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren hinzukommen. Bei zusätzlicher Sachbeschädigung wird ein Bußgeld in Höhe von 360 Euro fällig. Die zwei Punkte und Flensburg sowie das einmonatige Fahrverbot und die eventuelle Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bleiben ebenfalls bestehen.

So wird der Rotlichtverstoß nachgewiesen

Vor allem aufgrund der besonders hohen Strafen muss ein begangener Rotlichtverstoß dringend eindeutig nachgewiesen werden. Dies kann auf unterschiedliche Art und Weise geschehen. Besonders gern gesehen sind Videos sowie Fotos, welche durch sogenannte Ampelblitzer zustande kommen. Hier reicht jedoch ebenfalls, die gezielte Verkehrsbeobachtung, welche durch einen Polizeibeamten durchgeführt wird. Bei dieser Methode muss der betroffene Polizeibeamte die Sekunden der Rotphase zählen und später angeben. Vor allem bei der letzten Methode legen Autofahrer jedoch immer wieder Einspruch ein und kommen damit vor Gericht durch, sodass zahlreiche Ampeln mittlerweile mit einer Videoüberwachung oder einem Ampelblitzer ausgestattet sind.

Rotlichtverstoß in der Probezeit

In der Probezeit eine rote Ampel zu überfahren, gilt als A-Verstoß

In der Probezeit eine rote Ampel zu überfahren, gilt als A-Verstoß

Sobald ein Fahranfänger bei Rot über die Ampel fährt, droht ihm nicht nur eine zweijährige Verlängerung, sondern ebenfalls die dafür festgelegten Bußgelder, Punkte in Flensburg, das Fahrverbot und auch in seltenen Fällen die Freiheitsstrafe in Höhe von bis zu fünf Jahren. Zusätzlich müssen sich Fahranfänger nun einem Aufbauseminar unterziehen und die dort erhaltende Teilnahmebestätigung anschließend innerhalb von einem vorgeschriebenen Zeitraum beim Straßenverkehrsamt vorlegen.

Die Blitzerampel

Um sicher nachzuweisen, dass ein Fahrzeugfahrer tatsächlich bei Rot über die Ampel gefahren ist, wurden bei der Fahrbahn sogenannte Induktionsstreifen eingearbeitet. Die erste Linie liegt direkt hinter der Haltelinie und die zweite Linie befindet sich direkt vor dem Beginn des Schutzbereiches der Lichtzeichenanlage der Ampel. Diese Überwachungseinrichtung ist so gesteuert, dass sie mit Beginn der Rotphase aktiviert wird. Eine geringe Messtoleranz wird von Anfang an mit einbezogen.

Wird einer der beiden Induktionsstreifen nun von einem Fahrzeug überfahren (dabei spielt der Fahrzeugtyp keine Rolle), wird dieses automatisch aufgenommen, sodass ein Beweisfoto durch den Rotlicht-Blitzer entsteht. Auf dem Beweisfoto festgehalten sind neben einem eindeutigen Foto auch die Dauer der Rotphase und der vorangegangenen Gelbphase. Sollte nun tatsächlich ein Rotlichtvergehen vorliegen, so werden direkt zwei Fotos gemacht. Neben dem Rotlichtverstoß misst der Ampelblitzer zusätzlich die gefahrene Geschwindigkeit, sodass direkt geprüft werden kann, ob zusätzlich eine Geschwindigkeitsüberschreitung vorliegt.

Die Grünpfeil-Sonderregelung

Einige Ampeln sind mit einem grünen Pfeil ausgestattet. Ein grüner Pfeil an Ampeln erlaubt Fahrzeugführern das Abbiegen nach rechts und das auch dann, wenn die Hauptampel sich in der Rotphase befindet. Trotzdem kann ein Fehlverhalten beim grünen Ampelpfeil Folgen für den Fahrer haben. Hier schreibt das Verkehrsrecht durch die Bußgeldtabelle folgende Strafen vor:

Vergehen Bußgeld Punkte Fahrverbot
Vor dem Abbiegen nicht angehalten 70 Euro 1 Punkt
Gefährdung des freigegebenen Verkehrs 100 Euro 1 Punkt
Verursachung eines Unfalls 120 Euro 1 Punkt

Bevor man am Grünpfeil abbiegt, muss an der Haltelinie angehalten werden, um nach anderen Fahrzeugen und Fußgängern zu schauen. Diese Verkehrsregel wurde durch die StVO festgelegt und gilt selbstverständlich für jedes Auto, sodass jeder Fahrer an der Haltelinie vor dem Überqueren anhalten muss. Ein grüner Pfeil schreibt jedoch nicht vor, dass rechts abgebogen werden muss. Der Fahrzeugfahrer selbst kann somit entscheiden, ob er diese Möglichkeit nutzen möchte oder nicht. Selbstverständlich verbietet es das Verkehrsrecht, den Vordermann durch Hupen oder durch die Lichthupe zum Abbiegen zu nötigen.

Der Rotlichtverstoß für Fußgänger

Selbstverständlich müssen sich auch Fußgänger an die Rotlichtregel halten. Fußgänger, die diese Regeln missachten, müssen ebenfalls mit Sanktionen rechnen. Personen, welche von der Polizei erwischt werden, müssen somit mit einem Bußgeldbescheid rechnen. Bei Fußgängern wird jedoch nicht zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Rotlichtverstoß unterschieden. Überquert ein Passant eine Ampel bei Rotlicht, so muss er ein Bußgeld in Höhe von 5 Euro bezahlen. Entsteht durch dieses Vergehen ein Unfall, werden 10 Euro fällig. Diese Strafe kommt ebenfalls zustande, wenn eine Fußgänger die Straße beim Umspringen der Ampel von Grün auf Rot nicht schnell genug überquert. Fällt eine Person mehrmals mit diesem Vergehen auf, so können höhere Bußgelder sowie Punkte in Flensburg verhängt werden.

Rotlichtverstoß bei Fahrradfahrern

Bei Fahrradfahrern wird ebenfalls zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Rotlichtverstoß unterschieden. Bekommen Fahrradfahrer beim Rotlichtverstoß Punkte in Flensburg, so steht selbstverständlich der Führerschein auf dem Spiel. Die folgende Bußgeldtabelle gibt Auskunkt über die Strafen für Fahrradfahrer:

Vergehen Bußgeld Punkte Fahrverbot
Als Radfahrer eine rote Ampel überfahren 60 Euro 1 Punkt
Als Radfahrer eine rote Ampel überfahren, mit Gefährdung 100 Euro 1 Punkt
Als Radfahrer eine rote Ampel überfahren, mit Sachbeschädigung 120 Euro 1 Punkt
Als Radfahrer eine rote Ampel überfahren, die länger als 1 Sekunde Rot war 100 Euro 1 Punkt
Als Radfahrer eine rote Ampel überfahren, die länger als 1 Sekunde Rot war, mit Gefährdung 160 Euro 1 Punkt
Als Radfahrer eine rote Ampel überfahren, die länger als 1 Sekunde Rot war, mit Sachbeschädigung 180 Euro 1 Punkt
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