Die Geschwindigkeitsmessung im deutschen Straßenverkehr

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Bußgeldtabelle: Zu schnell in der Geschwindigkeitsmessung

Außerorts zu schnell in der Geschwindigkeitsmessung:

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Innerorts zu schnell in der Geschwindigkeitsmessung:
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≤ 10 km/h15nein
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Geschwindigkeitsmessung auf deutschen Straßen

Einige Geräte zur Geschwindigkeitsmessung funktionieren auch ohne Blitz.

Einige Geräte zur Geschwindigkeitsmessung funktionieren auch ohne Blitz.

Die Geschwindigkeitsvorschriften im deutschen Straßenverkehr sind eine der zentralen Regelungen, die die Verkehrssicherheit für alle sicherstellen sollen. Um die Einhaltung dieser Vorschriften zu überprüfen, kann die Polizei eine Geschwindigkeitsmessung vornehmen. Das dabei verwendete Geschwindigkeitsmessgerät wird in Volksmund auch als Blitzer bezeichnet, unabhängig davon, welche Messmethode eingesetzt wird und auch wenn es sich um eine Geschwindigkeitsmessung ohne Blitz handelt.

Doch wie funktioniert eine Geschwindigkeitsmessung beim Auto? Welches Messgerät für die Geschwindigkeit kommt zum Einsatz? Was unterscheidet die stationäre und mobile Geschwindigkeitsmessung? Wie groß ist die Toleranz bei der Geschwindigkeitsmessung?

Der vorliegende Ratgeber wird diese und weitere Fragen beantworten. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen, wie eine falsche Geschwindigkeitsmessung zu Stande kommen kann.

Der Blitzer – Das Geschwindigkeitsmessgerät

Egal ob in der Innenstadt oder auf der Autobahn, die Geschwindigkeitsmessung im Straßenverkehr kann auf jeder öffentlichen Straße stattfinden. Empfindliche Messgeräte für die Geschwindigkeit ermitteln bei jedem Auto, das vorüberfährt, das gefahrene Tempo, und gleichen diesen Wert dann mit der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit ab. Dabei werden allerdings unterschiedliche Typen von Blitzgeräten verwendet.

Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig lässt Messverfahren zu und eicht die entsprechenden Geräte in regelmäßigen Abständen.

Nicht nur verwendet jeder Typ von Blitzer eine eigene Messmethode, es ist auch möglich, sie als mobile und stationäre Geschwindigkeitsmessgeräte zu unterscheiden. Einige Methoden, um beim Auto die Geschwindigkeit zu messen, sind nur stationär möglich, da sie mit großem Aufwand installiert werden müssen.

Die mobilen Blitzer

Eine Variante der Blitzgeräte, die zur Geschwindigkeitsmessung eingesetzt werden, ist der mobile Blitzer. Dieser ist nicht ständig in Bewegung, kann aber schnell auf- und abgebaut werden. So ist es möglich, dass vorübergehende Geschwindigkeitsmessungen an verschiedenen Stellen vorgenommen werden.

Die Geschwindigkeitsmessung ist oft die Grundlage für den Bußgeldbescheid.

Die Geschwindigkeitsmessung ist oft die Grundlage für den Bußgeldbescheid.

So können Verkehrssünder nicht sicher sein, dass ihre Geschwindigkeitsüberschreitung unbemerkt bleibt. Aber auch Blitzerbescheide, die auf Basis dieser Technik erlassen werden, sind nicht unbedingt fehlerfrei. Bei Geschwindigkeitsmessungen müssen Richtlinien eingehalten werden, damit der gemessene Wert verwendet werden kann.

Fehler beim Aufbau oder ein verstrichener Eichtermin können ausreichen, um einen Widerspruch gegen den entsprechenden Bußgeldbescheid einzulegen. Anwälte für Verkehrsrecht kennen die Bauarten besonders gut und können deswegen eine unersetzbare Hilfe im Bußgeldverfahren sein.

Die stationären Blitzer

An Stellen, wo sich die Geschwindigkeitsüberschreitungen häufen, wird anstatt des beweglichen Gerätes ein stationäres Geschwindigkeitsmessgerät aufgestellt. Diese oftmals gut sichtbaren Blitzer sollen permanent sicherstellen, dass das Tempolimit nicht überschritten wird. Die möglichen Fehler bei der Messung können dabei teilweise andere sein.

Methoden für die stationäre Geschwindigkeitsmessung

Denn auch eine stationäre Geschwindigkeitsmessung kann fehlerhaft sein. Es ist zwar eher unwahrscheinlich, dass Fehler im Aufbau vorliegen, aber auch diese Maschinen müssen geprüft und geeicht werden.

Auch ein Einspruch gegen die Ergebnisse einer stationären Geschwindigkeitsmessung ist möglich. Dieser beginnt in der Regel mit der Akteneinsicht, bei der die Details zu den Vorwürfen eingesehen werden können. Die möglichen Fehlerquellen können dann untersucht und der Einspruch formuliert werden.

Geschwindigkeitsmessung durch die Polizei

Die Geschwindigkeitsmessung der Polizei kann auch händisch gemacht werden.

Die Geschwindigkeitsmessung der Polizei kann auch händisch gemacht werden.

Zwar funktioniert die Geschwindigkeitsmessung in der Regel ohne Aufsicht, aber es gibt doch Methoden, bei denen Beamte das Gerät zur Geschwindigkeitsmessung direkt bedienen. Die berühmte Laserpistole ist eines dieser Geräte. Doch wie läuft eine solche Geschwindigkeitsmessung ab?

Polizisten haben, wie die Blitzgeräte auch, die Möglichkeit, stehend vom Straßenrand aus zu messen. Sie können aber auch die Geschwindigkeitsmessung im fließenden Verkehr vornehmen. In jedem Fall dokumentiert ein Messprotokoll die Geschwindigkeitsmessung. Dieses wird vom Messgerät oder den Beamten angefertigt und ist dann die Grundlage für einen Bußgeldbescheid.

Die Geschwindigkeitsmesstafel zeigt an, wie schnell sich ein vorüberfahrendes Auto bewegt, damit werden Fahrer auf die Geschwindigkeitsbegrenzung hingewiesen, ohne dass es sich um einen behördlichen Blitzer handelt oder ein Bußgeld befürchtet werden muss.

Unabhängig davon, ob die Polizei die Geschwindigkeitsmessung mobil oder stationär macht, kommt es öfter zu Fehlern, wenn Menschen die Geschwindigkeit vom Auto messen. Im Gegensatz zu den automatischen Blitzern, müssen hier jedes Mal wieder die Ausgangsbedingungen hergestellt werden. Bereits ein kleiner Fehler kann dabei die ganze Messung zunichtemachen.

Geschwindigkeitsmessung per Video

Eine umstrittene Variante der mobilen Geschwindigkeitsmessung ist die sogenannte Videonachfahrt. Dabei wird das gemessene Auto mit geringem Abstand verfolgt. Die Geschwindigkeitsmessung leitet sich dann aus der Geschwindigkeit des Verfolgerautos ab. Mit dieser Methode gehen einige Probleme einher.

  • Eine Verfolgung kann unerwartete Reaktionen provozieren.
  • Der Verfolger muss die Geschwindigkeit ebenfalls übertreten.

Toleranz bei der Geschwindigkeitsmessung

Eine Eigenheit technischer Messgeräte ist die Ungenauigkeit. Deswegen müssen die Beamten, wenn sie die Geschwindigkeit ermitteln, beachten, dass es sich möglicherweise um ein leicht verfälschtes Ergebnis handelt. Da diese Abweichung in der Regel konstant ist, kann die Geschwindigkeitsmessung nach dem Toleranzabzug immer noch verwendet werden.

Wird bei einer Geschwindigkeitsmessung die Toleranz nicht beachtet, kann das negative Konsequenzen für den Beschuldigten haben. Möglicherweise hätte der korrekte Toleranzabzug bei der Geschwindigkeitsmessung gezeigt, dass ein niedrigeres oder gar kein Bußgeld fällig geworden wäre.

Die Toleranz bei der Geschwindigkeitsmessung beträgt 3 km/h. Ab eine gemessenen Geschwindigkeit von über 100 km/h werden 3 % vom Wert abgezogen.

Die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessung kann per Akteneinsicht  in Erfahrung gebracht werden.

Die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessung kann per Akteneinsicht in Erfahrung gebracht werden.

Eine Akteneinsicht zeigt, welcher Wert bei die Geschwindigkeitsmessung verwendet hat und ob die Toleranz ordnungsgemäß beachtet wurde. Fehler können immer wieder vorkommen, wenn ein Geschwindigkeitsmessgerät eingesetzt wird. Zweifeln Sie also an der Rechtmäßigkeit eines Blitzerbescheids können sich eine Akteneinsicht und ein Einspruch durchaus lohnen.

Die Folgen von überhöhter Geschwindigkeit

Wenn die Behörden Ihren PKW mit überhöhter Geschwindigkeit messen, beginnt normalerweise das sogenannte Bußgeldverfahren. Je nachdem was die Geschwindigkeitsmessung ergeben hat, werden dann ein Bußgeld, Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot als Sanktion möglich. Der Anhörungsbogen ergeht in jedem Fall an den Halter, auch wenn dieser das Fahrzeug nicht gefahren hat.

Da in Deutschland aber die sogenannte Fahrerhaftung besteht, muss der Fahrer und nicht der Halter eines Fahrzeuges für die Konsequenzen eines Verkehrsvergehens geradestehen. Damit die Polizei die Geschwindigkeitsmessung aber der richtigen Person zuordnen kann, bekommt der Halter zuerst einen Anhörungsbogen in dem er die Tat abstreiten kann.

Zeigt die Kamera der Geschwindigkeitsmessung eindeutig, dass es sich bei Ihnen nicht um den Fahrer handeln kann, muss nicht einmal ein anderer Täter geliefert werden. Die Unfähigkeit, den Fahrer zu benennen, führt aber in der Regel dazu, dass ein Fahrtenbuch angelegt und geführt werden muss.

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