Höchstgeschwindigkeit: Wie viel km/h sind erlaubt?

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Bußgeldrechner: Zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten

Bußgeldtabelle: Zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten innerorts/ außerorts

Begrenzung der Geschwindigkeiten innerorts

So viel haben Sie die erlaubte Höchst­geschwin­digkeit inner­orts über­schritten:Buß­geld in EuroPunk­teFahr­verbotLohnt ein Einspruch?
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11-15 km/h25nein
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61-70 km/h48023 Mo­nateHier prüfen
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Begrenzung der Geschwindigkeiten außerorts

So viel haben Sie die erlaubte Höchst­geschwin­digkeit außer­orts über­schritten:Buß­geld in EuroPunk­teFahr­verbotLohnt ein Einspruch?
≤ 10 km/h10nein
11-15 km/h20nein
16-20 km/h30nein
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Wie regelt die Straßenverkehrsordnung (StVO) die Höchstgeschwindigkeit?

Wer die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht einhält, riskiert an einen Blitzer zu geraten.

Wer die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht einhält, riskiert an einen Blitzer zu geraten.

Die Geschwindigkeitsvorschriften sind ein zentraler und wichtiger Teil der Verkehrsregeln. Durch die Festlegung einer Höchstgeschwindigkeit für jedes Auto, kann nachweislich die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht werden. Doch welche Regeln gelten auf welcher Straße? Unterscheidet sich die Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße für verschiedene Fahrzeugtypen?

Mit diesen und weiteren Fragen zum Thema „Höchstgeschwindigkeit in Deutschland“ befasst sich der vorliegende Ratgeber. Hier klären wir, welche zugelassene Höchstgeschwindigkeit für wen gilt und unter welchen Umständen.

Höchstgeschwindigkeit nach Fahrzeugtyp

Ein Merkmal, nach dem der Gesetzgeber die Höchstgeschwindigkeiten unterscheidet, ist der Fahrzeugtyp. Dieser ergibt sich in der Regel aus der Fahrzeugmasse und der Zweckbestimmung. Außerorts gilt für die unterschiedlichen Fahrzeugtypen mitunter eine andere Höchstgeschwindigkeit.

Die Höchstgeschwindigkeit für PKW, die nicht mit Anhänger fahren, und andere Kfz, die eine Masse von maximal 3,5 Tonnen nicht überschreiten, beträgt 100 km/h. Aber auch nur unter günstigen Bedingungen, wenn Witterung und Verkehr es außerhalb der geschlossenen Ortschaft erlauben. Damit gilt auch für ein Motorrad diese Höchstgeschwindigkeit.

Ob Ihre Winterreifen eine eigene Höchstgeschwindigkeit aufweisen, kann die Reifenkennzeichnung verraten. Mit Schneeketten dürfen Sie jedoch maximal 50 km/h schnell fahren.

Damit ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße für PKW ohne Anhänger in § 3 der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgelegt. Die Höchstgeschwindigkeit für Transporter und andere Fahrzeuge mit einer Masse zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen beträgt außerhalb der Gemeinden 80 km/h. Selbiges gilt für PKW mit Anhänger, LKW und Wohnmobile (bis 3,5 Tonnen) mit Anhänger und Busse.

Ob die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wurde, hängt auch vom Fahrzeugtyp ab.

Ob die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wurde, hängt auch vom Fahrzeugtyp ab.

Die letzte Gruppe von Fahrzeugen, die eine eigene erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße haben, sind Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse über 7,5 t, Fahrzeuge mit Anhänger (außer die oben geregelten) und Busse mit stehenden Fahrgästen. Für diese Fahrzeuge gilt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit (auch mit Anhänger) von 60 km/h.

Geschwindigkeitsregelung nach Art und Ort der Straße

Die Höchstgeschwindigkeit in der StVO bezieht sich nicht ausschließlich auf unterschiedliche Fahrzeugtypen. Unabhängig vom Auto ist die Höchstgeschwindigkeit auch für die verschiedenen Straßen festgelegt. So ist die Höchstgeschwindigkeit auf Kraftfahrstraßen für PKW eine andere als beispielsweise innerorts.

In geschlossenen Ortschaften gilt für alle Fahrzeuge eine reduzierte Höchstgeschwindigkeit. Maximal 50 km/h dürfen hier unabhängig vom Fahrzeugtyp gefahren werden. Innerorts liegt die Höchstgeschwindigkeit auf der Bundesstraße ebenso bei 50 km/h, wie es auch auf den Nebenstraßen der Fall ist. Eine festgelegte Höchstgeschwindigkeit für Bundesstraßen gibt es nicht, auch hier richtet sich die Geschwindigkeitsbegrenzung nach der Beschilderung oder den allgemeinen Regeln zum Tempo. Auf der Bundesstraße richtet sich die Höchstgeschwindigkeit, wie Sie sehen, nach anderen Faktoren.

Beachten Sie aber: Dabei handelt es sich um die allgemeine Höchstgeschwindigkeit. Ein Schild kann jederzeit ein anderes Tempolimit vorschreiben.

Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn

In Deutschland gilt eine Höchstgeschwindigkeit auf jeder Autostraße, doch wie ist es mit der Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn? Die Idee, dass für PKW keine Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn gilt, hält sich besonders unter Touristen. Aber das ist nur begrenzt richtig. In der Regel ist auch auf der Autobahn eine Höchstgeschwindigkeit durch ein Schild oder ein anderes Zeichen (bspw. Wechsellichtzeichen) vorgeschrieben.

Auch wenn PKW hier abschnittweise keine Höchstgeschwindigkeit einhalten müssen, sollte trotzdem eine Reisegeschwindigkeit gewählt werden, mit der die Verkehrssicherheit nicht gefährdet wird. Für LKW gilt die Höchstgeschwindigkeit weiterhin. Auch bei anderen Fahrzeugen, die kein Kfz unter 3,5 Tonnen sind, gilt weiterhin die allgemeine Höchstgeschwindigkeit.

Wenn Sie auf der Autobahn unterwegs sind, sollten Sie stets aufmerksam sein. Die großen Unterscheide bei der Geschwindigkeit können eine beachtliche Gefahr für die Verkehrsteilnehmer darstellen. Es sollte deswegen darauf geachtet werden, dass die Spitzengeschwindigkeit nur gefahren wird, wenn ausreichend Sicht auf den vorausliegenden Fahrbahnabschnitt möglich ist.

Wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit nicht eingehalten, kann ein Bußgeld verhängt werden.

Wird die erlaubte Höchstgeschwindigkeit nicht eingehalten, kann ein Bußgeld verhängt werden.

Bei Geschwindigkeitsunterschieden von über 40 km/h ist eine kurzfristige Anpassung der Geschwindigkeit nur selten noch möglich. Sind Sie also mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, sind spontane Manöver wie Ausweichen oder eine Notbremsung sehr gefährlich und können zu hohen Sach- oder Personenschäden führen.

Wann droht ein Bußgeld? Höchstgeschwindigkeit übertreten

Verstöße gegen die Geschwindigkeitsvorschriften, wie sie die StVO diktiert, können, wenn Sie sich dabei erwischen lassen, teuer werden oder sie die Fahrerlaubnis kosten. Je nachdem, wo sie die Geschwindigkeitsbegrenzung und um wie viel km/h überschritten haben, entscheidet sich der mögliche Umfang der Sanktion.

Bei geringfügigen Verstößen droht nur ein Bußgeld. Dieses reicht von zehn Euro bei einer kleinen Überschreitung bis hin zu 680 Euro am oberen Ende des Bußgeldrahmens. Wenn die Tat aber ein so großes Bußgeld rechtfertigt, ist auch eine andere Sanktion angemessen. Denn in der Regel erhalten Raser ab 21 km/h zu viel auch mindestens einen Punkt in Flensburg, wenn Sie erwischt werden.

Die Punkteregelung besagt, dass nach acht Punkten der Führerschein weg ist.

Die Menge an Punkten kann bis zu drei ansteigen, wenn der Fahrer weit über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit liegt, wenn er in einen Blitzer gerät. Mit dem Anwachsen der Geschwindigkeitsübertretung kann auch ein vorübergehendes Fahrverbot von maximal drei Monaten verhängt werden. Wenn Sie innerorts zu schnell sind, kann ab 31 km/h zu viel ein Fahrverbot von einem Monat verhängt werden. Ignorieren Sie die Geschwindigkeitsbegrenzung außerorts, ergeht das Fahrverbot in der Regel erst bei 41 km/h zu viel.

Wenn Ihnen eine solche Übertretung der Höchstgeschwindigkeit nachgewiesen werden kann, erhalten Sie bzw. der Fahrzeughalter kurz daraufhin einen Brief, mit dem das Bußgeldverfahren dann eröffnet wird.

Wenn Sie einem Bußgeldbescheid widersprechen wollen, können Sie einen Anwalt für Verkehrsrecht hinzuziehen, dieser kann bei einer Akteneinsicht überprüfen, ob auch die Toleranz und die anderen Parameter der Messung korrekt einbezogen wurden.

Dann müssen Angaben dazu gemacht werden, wer das Fahrzeug gesteuert hat bzw. gemachte Angaben der Behörde bestätigt werden. Dazu dient in der Regel der Anhörungsbogen. Sind Sie als Halter nicht selber gefahren, können Sie dort angeben, wer das Fahrzeug bedient hat und die Höchstgeschwindigkeit nicht eingehalten hat.

Dann kontaktiert die Behörde den Fahrer und eröffnet das Bußgeldverfahren gegen diesen. In Deutschland besteht die sogenannte Fahrerhaftung. Es bedeutet, dass nicht die Person zu haften hat, auf die das Fahrzeug zugelassen ist, sondern immer die Person, die das Auto gefahren hat.

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