Bußgeldkatalog Geschwindigkeitsüberschreitung innerhalb geschlossener Ortschaften

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Bußgeldrechner bei Geschwindigkeitsverstößen innerorts

Die Bußgeldtabelle Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts

Kosten, Punkte und Fahrverbote (Stand 01.05.2014):

So viel haben Sie die erlaubte Höchst­geschwin­digkeit inner­orts über­schritten:Buß­geld in EuroPunk­teFahr­verbotLohnt ein Einspruch?
≤ 10 km/h15nein
11-15 km/h25nein
16-20 km/h35nein
21-25 km/h801neinHier prüfen
26-30 km/h1001neinHier prüfen
31-40 km/h16021 Mo­natHier prüfen
41-50 km/h20021 Mo­natHier prüfen
51-60 km/h28022 Mo­nateHier prüfen
61-70 km/h48023 Mo­nateHier prüfen
≥ 71 km/h68023 Mo­nateHier prüfen

Achtung: Die Bußgeldtabelle innerorts gilt auch für die 30er-Zone!

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts ist ärgerlich und meistens hat man den Blitzer gar nicht gesehen. Da ist es schnell passiert, dass es richtig teuer wird. Die Strafen sind innerorts noch etwas höher als außerorts, da sich auf diesen Strecken mehr Unfälle ereignen.

Ist man innerorts bis zu 20 Km/h zu schnell, kostet dies zwischen 15 und 35 Euro. Punkte in Flensburg gibt es bis zu dieser Grenze noch nicht. Doch nur einen Stundenkilometer darüber, wartet allerdings der erste Punkt auf Sie. Ab 31 Km/h innerorts zu schnell droht laut Bußgeldkatalog ein Monat Fahrverbot.

Geschwindigkeitsüberschreitung Innerorts

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung ist innerorts besonders risikobehaftet

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung ist innerorts besonders risikobehaftet.

Geschwindigkeitsregelungen im Straßenverkehr sind in der ganzen Welt Gang und Gebe. Sie decken den größten Anteil im Verkehrsrecht und Überschreitungen der vorgegebenen Geschwindigkeiten gehören zu den am meisten vorhandenen Ursachen für Verkehrsunfälle.

Insbesondere innerhalb geschlossener Ortschaften sind Überschreitungen der Geschwindigkeit keine Seltenheit.

Die Verkehrspolizei geht vermehrt jeder Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts nach. Die Folge für den Fahrzeugführer können immens sein, je nach Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts. Denn gerade innerhalb geschlossener Ortschaften verbergen sich zahlreiche Gefahren, denen bei überhöhter Geschwindigkeit kaum aus dem Weg gegangen werden kann. Umso wichtiger ist es, genau zu wissen, was, wann und wo innerhalb geschlossener Ortschaften erlaubt ist.

Gesetzliche Vorschriften für die Geschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften

Für Deutschland gilt generell eine zulässige Geschwindigkeit von 50 km/h innerhalb geschlossener Ortschaften für Kraftfahrzeuge. Ausnahmen zeigen sogenannte verkehrsberuhigte Zonen oder Spielstraßen. Hier kann die zulässige Geschwindigkeit 30 km/h betragen, aber auch bis auf Schrittgeschwindigkeit reduziert sein, wenn ein besonderer Gefahrenbereich vorhanden ist.

Die Ausnahmen von Geschwindigkeiten innerhalb geschlossener Ortschaften werden durch Verkehrsschilder der zulässigen Geschwindigkeit ausgewiesen und gelten für Fahrzeuge aller Art.

Grundsätzlich steht die Schilderangabe von Höchstgeschwindigkeiten und kann die durch das Gesetz geregelte zulässige Geschwindigkeit von 50 km/h auch durchaus überschreiten.

Konsequenzen für eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung gilt innerhalb geschlossener Ortschaften als Verkehrsordnungswidirgkeit

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung gilt innerhalb geschlossener Ortschaften als Verkehrsordnungswidirgkeit.

Die Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts ist als eine Verkehrsordnungswidrigkeit angesehen. Abhängig von der Höhe der Überschreitung werden ein Verwarnungsgeld fällig beziehungsweise ein Bußgeldbescheid wird zugestellt.

Ab einer bestimmten Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts kann dem Fahrzeugführer auch der Führerschein entzogen werden.

Die Dauer des Führerscheinentzugs hängt ebenfalls von der Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung ab, ebenso wie Punkte in Flensburg im Fahrzeugführerregister.

Ein Tatbestand liegt auch dann vor, wenn die Geschwindigkeit an bestimmten Gefahrenpunkten nicht der Gegebenheit angepasst wird, ohne dass dazu eine vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit angegeben sein muss. Das bedeutet, wenn das Fahrtempo der jeweiligen Situation nicht eigenständig reduziert wird, wie zum Beispiel im Bereich von Baustellen, schlechten Sichtverhältnissen oder beim Annähern von Kreuzungen.

Aber auch ein zu langsames Fahren stellt einen Tatbestand dar, wenn dadurch der Verkehrsfluss gehindert wird, wie auch diverse Warnanlagen für Geschwindigkeitskontrollen der Polizei. Der Bußgeldkatalog sieht folgende Konsequenzen vor:

  • Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von mindestens 10 km/h bei geforderter Schrittgeschwindigkeit in einem verkehrsberuhigtem Bereich zieht ein Bußgeld von 15 Euro nach sich.
  • Für zu hohe Geschwindigkeit in Gefahrenbereichen wie Bahnübergängen oder bei schlechten Sicht- oder Wetterverhältnissen werden 100 Euro fällig. Zusätzlich wird 1 Punkt in Flensburg eingetragen.
  • Eine um bis zu 20 km/h erhöhte Geschwindigkeit innerorts und außerorts führt noch zu keinen Punkten im Verkehrszentralregister und zu keinem Fahrverbot.
  • Liegt eine nicht angepasste Geschwindigkeit und gleichzeitige Gefährdung von Fußgängern, speziell Kindern, hilfebedürftiger Menschen und älteren Leuten, ungenügender Seitenabstand oder mangelnde Bremsbereitschaft vor, beträgt das Bußgeld 80 Euro und in Flensburg wird 1 Punkt eingetragen.
  • Zu langsame Geschwindigkeit mit Störung des Verkehrsflusses hat ein Bußgeld von 20 Euro zur Folge.
  • Illegale Rennen von Fahrzeugen innerhalb geschlossener Ortschaften kosten den Teilnehmer 400 Euro, einen Monat Fahrverbot und zwei Punkte. Als Veranstalter werden 500 Euro fällig.
  • Frühwarnsysteme oder Störsysteme gegen Geschwindigkeitsmessgeräte werden mit 75 Euro und 1 Punkt geahndet. Zusätzlich werden die Geräte eingezogen.

Das sollten Fahranfänger beachten

Unabhängig vom Alter, haben Fahranfänger bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts mit spürbaren Konsequenzen zu rechnen. Fahranfänger in Deutschland durchlaufen eine sogenannte Probezeit von zwei Jahren.

Wer während dieser Bewährungszeit mit einem schweren oder zwei weniger schweren Vergehen im Straßenverkehr auffällt, muss mit der Verordnung des Besuchs eines Aufbauseminars rechnen. In der Regel verlängert sich die Probezeit, wenn ein unangepasstes Tempo beziehungsweise eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts von mindestens 16 km/h vorliegt.

Insbesondere bei Geschwindigkeitsüberschreitungen innerorts in 30er Zonen fallen diese im Rahmen der Vergehensschwere vermehrt ins Gewicht.

Die Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts messen

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung wird unter anderem durch eine Verkehrskontrolle festgestellt.

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung wird unter anderem durch eine Verkehrskontrolle festgestellt.

Um eine Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts nachweisen zu können, stehen der Polizei beziehungsweise Stadt zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Die üblichsten Varianten zur Kontrolle einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts sind die Radarmessung und die Messung von fest installierten Blitzkästen.

Diese findet man in geschlossenen Ortschaften überwiegend an Ampelanlagen und verkehrsberuhigten Gegenden. Mobile Radargeräte werden durch die Polizei in regelmäßigen Abständen innerhalb geschlossener Ortschaften an den verschiedensten Stellen zu unterschiedlichen Uhrzeiten aufgestellt.

Ob an Schulen nach Schulschluss, in Bereichen von Straßen, die außerhalb von Ortschaften führen während der Stoßzeiten oder an besonders gefahrenreichen Punkten, in Städten gleich welcher Größenordnung, sind Geschwindigkeitskontrollen innerorts fast täglich zu sehen.

Um den Fahrzeugführer durch ein Foto eines Blitzkastens legal der Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts haftbar zu machen, muss auf dem Foto das Fahrzeugnummernschild klar erkennbar sein.

Zudem gilt nicht nur bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts, dass der Fahrer identifizierbar sein muss, denn es haftet in erster Linie der Fahrer des Fahrzeugs und nicht der Fahrzeughalter. Allerdings ist dieser dazu verpflichtet, den Fahrer des Fahrzeugs zu ermitteln, denn außer bei einem Fahrzeugdiebstahl sollte dem Fahrzeugeigentümer bekannt sein, an wen er sein Fahrzeug verliehen hat.

Grundsätzlich gilt hier, dass ein Täternachweis vorliegen muss, um aufgrund einer Geschwindigkeitsüberschreitung ein Bußgeld aufzuerlegen. Nicht selten werden aus diesem Grund Verfahren wegen Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts eingestellt. Kommt der Fahrzeughalter allerdings seiner Mitwirkungspflicht zur Fahrzeugführeridentifikation nicht nach, können im die Verfahrenskosten sowie das Führen eines Fahrtenbuches auferlegt werden.

Anders verhält es sich bei den mobilen Radar- oder Lasermessungen. In der Regel wird der betroffene Fahrer zum Anhalten angeregt und eine Identifizierung findet noch Vorort statt.

Der gemessenen Geschwindigkeit werden grundsätzlich ein Toleranzwert von 3 km/h angezogen. Das heißt, wenn die Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts 75 km/h betrug, werden lediglich 72 km/h in der Bußgeldbestimmung zugrunde gelegt.
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{ 256 Kommentare… add one }
  • Andreas R. September 6, 2018, 6:38 am

    Hi
    Ich wurde innerhalb von 2-2-3 Wochen
    2 mal mit knapp 50 kmh in der 30er Zone geblitzt( unterschiedliche Straßen )
    Ich hatte vor 3 Jahren auch schon eine mpu wegen btm . Wirkt sich das auch darauf aus und was erwartet mich ?

    • geschwindigkeitsueberschreitung.net November 12, 2018, 5:01 pm

      Hallo Andreas,

      die MPU hat keinen Einfluss auf die Sanktionen. Diese erfolgen wie im Bußgeldkatalog beschrieben.

      Ihr Team von geschwindigkeitsueberschreitung.net

  • Reine September 16, 2018, 10:44 pm

    Hallo,
    Ich bin letzte Woche innerorts 80Km/h geblitzt wurde. Das habe ich mitbekommen, habe aber noch keinen Bescheid erhalten. Nun erhalte ich auch 1 Fragebogen, dass ich am 10.08 geblitzt wurde(26Km/h) zu viel. Ich muss zugeben, dass ich die letzte Zeit immer zu schnell gefahren bin. Ich weiß nicht wie oft ich seit dem 10.08 geblitzt wurde.
    Werde ich nun als Wiederholungstäterin eingestuft?
    und ob ich meinen Führerschein verlieren werde.
    Danke im Voraus für Ihre Antwort.
    Schöne Grüße
    Reine

    • geschwindigkeitsueberschreitung.net November 12, 2018, 4:46 pm

      Hallo Reine,

      als Wiederholungstäter werden Sie behandelt, wenn ein zweiter Verstoß mit über 25 km/h begangen wird und der erste Bußgeldbescheid bereits rechtskräftig ist. Dann kann auch ein Fahrverbot folgen.

      Ihr Team von geschwindigkeitsueberschreitung.net

  • Vanessa September 17, 2018, 8:54 am

    Mein Freund wurde innerhalb von 3 Monaten zweimal in der 50er Zone geblitzt. Das erste Mal gab es nur verwarngeld und dieses Mal denke ich auch.
    Kommt der Führerschein dann eine zeitlang weg?
    LG

    • geschwindigkeitsueberschreitung.net November 12, 2018, 4:16 pm

      Hallo Vanessa,

      ein Verwarnungsgeld geht nicht mit dem Führerscheinentzug einher.

      Aufbauseminar für Fahranfänger

  • Dennis November 1, 2018, 5:09 am

    Hallo,

    ich habe da auch mal eine Frage und zwar wurde ich vor ca. vier Monaten geblitzt außerhalb mit 21 zu schnell habe da einen Punkt bekommen.

    Jetzt habe ich die Woche erneut Post bekommen das ich im September innerorts mit 21 geblitzt worden bin. Den Anhörungs Bogen muss ich noch raus schicken wird wahrscheinlich wieder ein Punkt geben.

    Heute dann auf der Autobahn war 100 und ich mit ungefähr 130 geblitzt worden.

    Jetzt meine Frage und zwar ist der Führerschein jetzt weg?

    Und falls ja gibt es da ne Möglichkeit das zu umgehen? Da ich im Außendienst tätig bin und täglich durch den Job auf das Auto angewiesen bin.

    Gruß Dennis

    • geschwindigkeitsueberschreitung.net November 12, 2018, 3:47 pm

      Hallo Dennis,

      als Wiederholungstäter werden Sie unter diesen Umständen in der Regel nicht behandelt. Ein Fahrverbot sollte daher nicht infrage kommen.

      Ihr Team von geschwindigkeitsueberschreitung.net

  • Cori Januar 20, 2019, 2:35 am

    Hallo,

    Ich wurde heute innorts mit 65/ 66 km (50 km Zone) geblitzt. Meine Frage ist nun was passiert da ich noch in der Probezeit bin?

    Und noch eine Frage hätte ich, kurz nachdem ersten Blitz kam nach nicht einmal 5 min später erneut ein Blitz und jetzt wollte ich wissen, ob ich doppelt geblitzt wurde oder das nur ein nachblitz war?

    Lg

    • geschwindigkeitsueberschreitung.net März 25, 2019, 10:52 am

      Hallo Cori,

      15 bzw. 16 km/h zu viel zieht noch keine Probezeitverlängerung nach sich. Lediglich ein Bußgeld von 25 bzw. 35 Euro ist zu zahlen.

      Ihrer Beschreibung nach wurden Sie wohl ein zweites Mal geblitzt.

      Ihr Team von geschwindigkeitsueberschreitung.net

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