Geblitzt bei Regen, Schnee und Nebel: Wie viele Punkte gibt es?

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Bei eingeschränkten Sichtverhältnissen, zu denen es bei entsprechenden Witterungsverhältnissen kommt – also bei Regen, Schnee, Eis oder Nebel – ist die Einhaltung der vorgeschriebenen Geschwindigkeitslimits besonders wichtig, um das erhöhte Unfallrisiko zu minimieren. Bei Missachtung drohen angehobene Bußgelder.

Bußgeldtabelle Geschwindigkeitsüberschreitung bei eingeschränkten Sichtverhältnissen – innerorts

So viel haben Sie die erlaubte Höchstgeschwindigkeit bei eingeschränkten Sichtverhältnissen innerorts überschritten:Bußgeld in EuroPunkteFahrverbot
Bis 25 km/h801nein
Von 26 – 30 km/h1001nein
31-40 km/h16021 Monat
41-50 km/h20021 Monat
51-60 km/h28022 Monate
61-70 km/h48023 Monate
≥ 71 km/h68023 Monate

Bußgeldtabelle Geschwindigkeitsüberschreitung bei eingeschränkten Sichtverhältnissen – außerorts

So viel haben Sie die erlaubte Höchstgeschwindigkeit bei eingeschränkten Sichtverhältnissen außerorts überschritten:Bußgeld in EuroPunkteFahrverbot
Bis 30 km/h801nein
31-40 km/h1201nein
41-50 km/h16021 Monat
51-60 km/h24021 Monat
61-70 km/h44022 Monate
≥ 71 km/h60023 Monate

Spezielle Wetterverhältnisse fordern geringere Geschwindigkeit

Schlechte Sicht erfordert eine geringere Geschwindigkeit

Schlechte Sicht erfordert eine geringere Geschwindigkeit

Wer bei speziellen Wetterbedingungen wie Regen, Nebel, Schnee oder Eis und einer Sicht von unter 50 Metern die zugelassene Höchstgeschwindigkeit überschreitet, muss damit rechnen, Punkte zu erhalten. Laut Bußgeldkatalog werden in diesem Fall 1 bis 2 Punkte in Flensburg fällig, mindestens 80 Euro Strafe sowie ein Fahrverbot bis zu 3 Monate. Kommt es aufgrund der Witterung zu eingeschränkten Sichtverhältnissen, ist nicht nur die Berücksichtigung der angegebenen Höchtgeschwindigkeit Pflicht eines jeden Autofahrers. Zudem sollten Sie Ihr Abblendlicht einschalten, damit andere Verkehrsteilnehmer Sie rechtzeitig sehen. Auch bei Missachtung dieser Vorschrift gefährden Sie sich selbst und den Verkehr und müssen deswegen Bußgelder erwarten.

Bußgeldtabelle “Fahren bei Eis und Schnee”

VerstoßPunkteBußgeld
Innerorts bei Schnee oder Regen Abblendlicht nicht eingeschaltet-25 Euro
...mit Sachbeschädigung-35 Euro
Außerorts bei Schnee oder Regen Abblendlicht nicht eingeschaltet1 Punkt60 Euro
...mit Gefährdung1 Punkt75 Euro
...mit Sachbeschädigung1 Punkt90 Euro
Die Reifen nicht an die Witterung angepasst (z.B. mit Sommerreifen im Winter gefahren)1 Punkt60 Euro
...mit Behinderung1 Punkt80 Euro
...mit Gefährdung1 Punkt100 Euro
...mit Unfall1 Punkt120 Euro

Fahren bei Schnee

Im Winter Auto fahren kann eine Herausforderung darstellen. Nicht nur die ständige Dunkelheit kann dabei problematisch sein, auch die Witterungsbedingungen unterwegs machen es den Autofahren oft nicht leicht: Bei Schnee oder Glätte haftet das Auto nicht optimal auf dem Straßenbelag. Es kann weniger schnell bremsen, ins Schleudern geraten oder von der Fahrbahn abkommen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie einige Tipps für das sichere Autofahren im Winter und bei Schnee berücksichtigen. Grundlegende Voraussetzung ist die korrekte Bereifung Ihres Autos, die an die Witterungsverhältnisse angepasst sein muss.

Bei entsprechender Witterung – so schreibt es das Verkehrsrecht in Deutschland und der Bußgeldkatalog vor – besteht eine Winterreifenpflicht, übrigens auch in zahlreichen anderen Ländern in Europa. Geraten die Temperaturen unter den Gefrierpunkt und Eis und Schnee sind abzusehen, dann ist der Reifenwechsel angebracht. Mit passenden Reifen kann ein besserer Halt auf dem Straßenbelag auch bei widrigen Bedingungen erreicht werden.

Fahren bei Regen

Nässe auf der Fahrbahn hat teilweise die selben Auswirkungen wie Fahren im Schnee. Der Straßenbelag ist rutschiger, zudem kann der Regen die Autofahrer vom Verkehr ablenken und eine Konzentration auf das Verkehrsgeschehen erschweren. Im Zweifel sollten Sie bei Regen Ihr Abblendlicht einschalten, um eine optimale Sichtbarkeit des eigenen Fahrzeuges zu erreichen, und um einen Bußgeldbescheid zu vermeiden.

Beim Fahren bei Regen kann "Aquaplaning" auftreten

Beim Fahren bei Regen kann “Aquaplaning” auftreten

Desweiteren ist es empfehlenswert, die Einhaltung des Sicherheitsabstands besonders sorgfältig vorzunehmen. Der Bremsweg muss ausreichend lang sein, so dass bei einem unvorhergesehenem Bremsen des Vordermanns kein Auffahrunfall stattfindet. Bei Regen, der mit einem Sturm einhergeht, könnte unterwegs z.B. ein abbrechender Baumstamm, der auf die Fahrbahn fällt, ein unerwartetes Bremsen des vorausfahrenden Autos erfordern. Aus diesem Grund sollten Sie beim Fahren im Regen zum einen auf den Sicherheitsabstand zum nächsten Auto achten und zum anderen die Geschwindigkeit angemesssen drosseln. Diese Regeln gelten auch für das Fahren im Schnee.

Das sogenannte “Aquaplaning” ist ein weiterer Grund, warum Sie die Geschwindigkeit bei Nässe eher moderat halten müssen. Bei diesem Phänomen bildet sich eine dünne Wasserschicht auf der Straße, so dass die Reifen des Autos keinen Halt mehr finden und das Auto ins Rutschen kommt. Experten geben folgende Tipps: In einem solchen Fall sollten Sie das Gas wegnehmen und die Kupplung treten. Währenddessen sollten Sie die Lenkung vom Fahrzeug nicht in andere Richtungen als die Fahrtrichtung ausrichten! Das Auto würde plötzlich zur Seite ausschweifen, wenn die Räder sich gegenseitig blockieren. Es ist wichtig, beim “Aquaplaning” die Ruhe zu bewahren, da unkontrollierte Lenkmanöver die Situation nur verschlimmern, und das Fahrzeug somit völlig außer Kontrolle gerät. Indem Sie die Geschwindigkeitsbegrenzung bei Nässe beachten, welche auf für Aquaplaining anfälligen Straßen oftmals durch ein Verkehrszeichen signalisiert wird, geraten Sie hoffentlich nicht in diese beunruhigende Situation.

Sicher Auto fahren bei Nebel

Bei Nebel ist die Sicht auf die Fahrbahn stark eingeschränkt, und sobald Sie weniger als 50 m weit sehen können – als Orientierung dienen hier die Leitpfosten, welche jeweils im Abstand von 50 m am Seitenrand der Straßen aufgestellt sind – drohen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen erhöhte Bußgelder, wie Sie der obigen Bußgeldtabelle entnehmen können. Deswegen achten Sie auch auf die angegebene Höchstgeschwindigkeit, wenn es nicht stürmt und schneit, sondern nur Nebel Ihnen die Sicht erschwert.

Verkehrszeichen “Schneeflocke”

Das Verkehrsschild “Schneeflocke” mutet fast ein wenig weihnachtlich an, es zeigt Autofahrern aber lediglich, dass die Gefahr unerwarteter Glatteisbildung besteht. Es ist als Zusatzschild beispielsweise neben einem Verkehrzeichen angebracht, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit festlegt. Achtung: Auch wenn kein Schnee liegt, und Eis auf den Straßen weit und breit nicht zu sehen ist, müssen Sie die durch das Geschwindigkeitszeichen angegebene Höchstgeschwindigkeit beachten! Das Zusatzschild “Schneeflocke” macht Sie nur zusätzlich darauf aufmerksam, dass die zu passierende Straße im Winter häufig glatt ist. Im Sommer wird dies zwar nicht der Fall sein, aber Sie dürfen dann auch nicht schneller fahren.

Fahren bei Glatteis

Fahren bei Schnee kann gefährlich sein

Fahren bei Schnee kann gefährlich sein

Egal ob festgefahrener Schnee, Blitzeis oder gefrorener Regen: Für Autofahrer ist Eis auf dem Straßenbelag stets eher unwillkommen. Einige Tipps, wie Sie Ihr Auto auf vereistem Straßenbelag optimal steuern, gibt es aber dennoch. Wie bereits erwähnt, sind grundlegende Vorausetzungen für das sichere Fahren bei widriger Witterung die Einhaltung eines angemessenen Sicherheitsabstands und eine moderate Geschwindigkeit. Bitte achten Sie auch auf eine ausreichende Profiltiefe der Winterreifen. Desweiteren sollten Sie Ihre Lenkbewegungen nicht zu abrupt gestalten, um das Gefühl für die Reifenstellung nicht zu verlieren.

So vermeiden Sie auch, dass aufgrund der zu steilen Reifenstellung Ihres Autos das Automatische Blockiersystem (ABS) nicht korrekt funktionieren kann. Gerade beim Anfahren ist es sinnvoll, auf das “Winterprogramm” zurückzugreifen; alternativ starten Sie Ihr Auto im zweiten Gang, um ein Verrutschen vom anfahrendem Auto zu vermeiden.

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