Anspruch auf Schmerzensgeld? Alles zur Dauer der Auszahlung

Beim Schmerzensgeld beträgt die Dauer der Auszahlung einige Monate.

Beim Schmerzensgeld beträgt die Dauer der Auszahlung einige Monate.

Wann erhalten Sie Schmerzensgeld? Kommt es beispielsweise zu einem Verkehrsunfall und Sie werden dabei verletzt, steht Ihnen zumeist Schmerzensgeld zu. Mit Ihrem Arztbericht und weiteren Unterlagen wenden Sie sich dann an die gegnerische Versicherung.

Beim Schmerzensgeld ist die Dauer der Auszahlung vom Einzelfall abhängig. Wir erklären Ihnen, auf welche Zeiträume Sie sich einstellen müssen und was Sie tun können, wenn der Versicherer die Auszahlung absichtlich verzögert.

Wie lange dauert es, bis man Schmerzensgeld bekommt?

Haben Sie die Unterlagen nach einem Unfall bei der gegnerischen Versicherung eingereicht, müssen Sie dieser eine gewisse Zeit einräumen, um Ihren Anspruch zu prüfen. Regelmäßig können dafür schon einmal vier bis sechs Wochen ins Land gehen. Unter Umständen meldet sich der Versicherer zwischenzeitlich auch, um weitere Unterlagen einzufordern.

Hat die Versicherung alles geprüft, kontaktiert sie Sie und teilt Ihnen ihre Entscheidung mit. Sind Sie damit einverstanden, leitet der Versicherer die Zahlung in die Wege. Beim Schmerzensgeld kann die Dauer der Auszahlung also in Summe häufig einige Monate betragen.

Meist läuft dies allerdings weniger reibungslos. Sie sollten daher unbedingt einen Anwalt einschalten und dies schon, bevor Sie das erste Mal Kontakt mit der gegnerischen Haftpflichtversicherung aufnehmen. Er kann Ihnen sagen, wie viel Schmerzensgeld Sie verlangen können und dem Versicherer entsprechende Fristen setzen.

Können Sie sich nicht mit der Haftpflichtversicherung einigen, muss ein Gericht eingeschaltet werden. Bis es zu diesem Termin kommt, können ebenfalls Monate vergehen. Hier richtet sich es allerdings immer nach dem Einzelfall. Eine genaue Angabe kann nicht gemacht werden.

Ist das Urteil verkündet und rechtskräftig, rechnen die Betroffenen mit einer schnellen Zahlung. Dies ist allerdings nicht immer der Fall. Manchmal verzögern die Versicherungen diese dann absichtlich.

Was tun, wenn die Versicherung die Zahlung verzögert?

Der Betroffene muss aber nicht tatenlos zusehen. Er hat Anspruch auf die Zahlung eines Verzugsschadens. Hierzu zählt dann mitunter auch das Honorar des Rechtsanwaltes. Diverse Gerichte stehen hier auf der Seite der Unfallopfer.

Beim Schmerzensgeld hängt die Dauer der Auszahlung vom Einzelfall ab.

Beim Schmerzensgeld hängt die Dauer der Auszahlung vom Einzelfall ab.

So entschied das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz (Az. 10 U 471/99), dass beim Schmerzensgeld die Dauer der Auszahlung nicht bewusst und unzulässig verzögert werden darf. Im konkreten Fall wartete der Betroffene mehrere Jahre auf sein Schmerzensgeld. Die Haftpflichtversicherung musste dann ein erhöhtes Schmerzensgeld zahlen und für den Anwalt des Betroffenen aufkommen.

Die Richter waren weiter der Meinung, dass es dem Opfer durch das Hinhalten nicht möglich war, die Unfallfolgen finanziell auszugleichen.

Unfallopfer sollten zeitnah Ihren Anspruch einfordern, bevor Verjährung eintritt. Es gilt die Frist, die sich aus § 195 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) ergibt. Sie beläuft sich auf drei Jahre. Diese beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem der Schmerzensgeldanspruch entstanden ist und der Geschädigte von diesen Ansprüchen Kenntnis erlangt hat bzw. ohne grob fahrlässiges Handeln hätte erlangen müssen.

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