Schmerzensgeld einklagen: Der letzte Weg führt zum Gericht

Schmerzensgeld einklagen: Suchen Sie sich die Hilfe eines Anwalts.

Schmerzensgeld einklagen: Suchen Sie sich die Hilfe eines Anwalts.

Leider kommt es im Zuge eines Verkehrsunfalls immer wieder zu Personenschäden. Die Juristen sprechen dann von einem immateriellen Schaden. Dieser ist im Bürgerlichen Gesetz (BGB§ 253 aufgeführt.

Hier heißt es, dass bei einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung Schadensersatz beansprucht werden kann. Die Entschädigung ist in Form von Geld zu zahlen.

Darüber hinaus stellt das Gesetz klar, dass diese Art von Schadensersatz gefordert werden muss. Der Geschädigte erhält sein Schmerzensgeld also nur, wenn er seinen Anspruch gegenüber dem Schädiger durchsetzt.

Wenn der Schädiger nicht zahlt: So sollten Sie vorgehen

Fest steht also: Der Verursacher bzw. dessen Versicherung wird von sich aus nicht aktiv. Dies bedeutet, dass das Unfallopfer seine Rechte einfordern muss, notfalls muss er das Schmerzensgeld einklagen. Zuvor sollte allerdings versucht werden, eine außergerichtliche Einigung herbeizuführen. In jedem Fall ist es sinnvoll, einen Anwalt hinzuzuziehen.

Die außergerichtliche Einigung sollte Priorität haben

Der Geschädigte wendet sich also an den Unfallverursacher, legt sämtliche Unterlagen vor und fordert das Schmerzensgeld ein. Der Schädiger leitet diese Forderungen an seine Haftpflichtversicherung weiter. Diese tritt dann mit dem Unfallopfer in Kontakt.

Im besten Fall stimmt der Versicherer den Forderungen zu und die Sache ist vom Tisch. Das ist allerdings ein Wunschdenken, häufig muss ein Anwalt das Schmerzensgeld einklagen.

Aus diesem Grund sollten sich Geschädigte auch nicht auf Verhandlungen mit der gegnerischen Haftpflichtversicherung einlassen, sondern stattdessen einen Rechtsanwalt aufsuchen. Auch dieser wird noch einmal versuchen mit der Versicherung in Kontakt zu treten und eine außergerichtliche Einigung auszuhandeln.

Klage auf Schmerzensgeld: Diese Formalia müssen beachtet werden

Möchten Sie Ihr Schmerzensgeld einklagen, müssen Sie den Schaden beweisen.

Möchten Sie Ihr Schmerzensgeld einklagen, müssen Sie den Schaden beweisen.

Laut BGB handelt es sich beim Schmerzensgeld um einen zivilrechtlichen Anspruch.

Deshalb muss das Schmerzensgeld vor einem Zivilgericht eingeklagt werden. Je nach Streitwert ist das Amts– oder Landesgericht zuständig.

Bei ersterem müssen Sie Ihre Klage einreichen, wenn sich Ihre Forderung auf maximal 5.000 Euro beschränkt. Auf einen Rechtsanwalt können Sie dann verzichten.

Liegt Ihre Forderung über dieser Grenze, ist das Landgericht zu kontaktieren. Den Antrag kann allerdings nur ein Anwalt einreichen, es gilt ein sogenannter Anwaltszwang.

Möchten Sie, dass der Verursacher beispielsweise für eine Körperverletzung belangt wird, so müssen Sie bei der Polizei eine Anzeige vornehmen. Es handelt sich dann um einen strafrechtlichen Vorgang. Die Beamten leiten dann Ermittlungen ein. Ist der Schädiger bereits verurteilt, müssen Sie den Anspruch auf Schmerzensgeld gesondert einklagen.

Was ist eine unbezifferte Leistungsklage?

Die Klage auf Schmerzensgeld muss bestimmten Anforderungen entsprechen, damit sie behandelt wird. Welche das im Detail sind, legt die Zivilprozessordnung (ZPO) fest.

Laut BGB schreibt das Gericht die Höhe des Schmerzensgeldes vor, insofern ist es nicht möglich einen genauen Streitwert festzulegen.

Je nach Streitwert können Sie eine Klage auf Schmerzensgeld selbst bei Gericht einreichen.

Je nach Streitwert können Sie eine Klage auf Schmerzensgeld selbst bei Gericht einreichen.

Daher muss eine unbezifferte Leistungsklage eingereicht werden. In dieser sollte aber unbedingt ein Mindestbetrag oder eine Geldspanne genannt werden.

Darüber hinaus muss der Antrag begründet werden. Alle Verletzungen, sowie die Behandlungsdauer und eventuelle Operationen sollten aufgeführt werden, damit sich der Richter ein umfassendes Bild machen kann.

Geschädigte sollten beachten, wenn sie das Schmerzensgeld einklagen, dass sie in der Beweispflicht sind. Insofern sollte den Zusammenhängen zwischen Unfall und Verletzungen besondere Bedeutung beigemessen werden.

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