Verkehrszeichen: Verpflichtende Angaben für Verkehrsteilnehmer

Eines der bekanntesten Verkehrszeichen: die Vorfahrtsstraße.

Eines der bekanntesten Verkehrszeichen: die Vorfahrtsstraße.

Worauf weist dieses Verkehrszeichen hin?“ oder „Wie verhalten Sie sich bei diesem Verkehrszeichen?“ – Fragen, die jedem Führerscheinbesitzer in der Theorieprüfung schon einmal untergekommen sind. Verkehrsschilder sind für den Straßenverkehr weltweit unerlässlich.

Im Theorieunterricht sollen möglichst viele Schilder und deren Bedeutung erlernt werden. Dabei gibt es in der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) Paragraphen zu Verkehrszeichen und deren Bedeutung.

Was der Gesetzestext über die Straßenschilder besagt, eine Erklärung derer und die Einteilung in Verbots- und Hinweisschilder, lesen Sie im folgenden Ratgeber.

Verkehrsschilder und Ihre Bedeutung

Für jeden Teilnehmer am Straßenverkehr gelten verpflichtende Verkehrszeichen. Diese sollen auf verschiedene Situationen und entsprechende Verhaltensweisen hinweisen. Daher ist es von großer Bedeutung, dass jeder Kfz-Fahrer diese kennt.

Dabei sind vor allem die Verkehrsschilder, die täglich im Straßenverkehr präsent sind schnell auswendig gelernt, vor allem wenn täglich an ihnen vorbeigefahren wird. Ist ein Autofahrer allerdings in einem unbekannten Gebiert unterwegs, kann bei mehreren hundert existierenden Verkehrszeichen schon einmal die Situation auftreten, dass ein unbekanntes dabei ist.

Das Kfz-Fahrer nicht alle Verkehrszeichen auf Anhieb erkennen, ist durchaus legitim und deren großer Anzahl geschuldet. Im Folgenden finden Sie Verkehrsschilder in der Übersicht (aufgeteilt in Kategorien):

  • Gefahrenzeichen: Handelt es sich um diese Straßenschilder, ist die Bedeutung schnell klar: Es soll auf mögliche Gefahren hingewiesen werden. Verstärkt soll dieser Eindruck durch die Signalfarbe „Rot“ werden. Ein Beispiel ist das Verkehrszeichen 142. Zu sehen ist ein Reh auf weißem Hintergrund, welches von einem roten Dreieck umgeben wird. Damit weißt das Verkehrszeichen auf möglichen Wildwechsel hin und soll die Aufmerksamkeit steigern, um Unfälle zu vermeiden.
  • Richtzeichen: Diese Verkehrszeichen geben laut StVO besondere Hinweise zur Erleichterung des Verkehrs. Als Beispiele können hier alle Schilder genannt werden, die mit der Vorfahrtsregelungen zu tun haben. Auch die Kennzeichnung von Autobahnen oder Parkraumbewirtschaftungszonen fällt in diese Kategorie.
  • Vorschriftsreichen: Wie der Name schon verrät, werden durch diese Verkehrsschilder Ge- oder Verbote angegeben, denen jeder Kfz-Fahrer verpflichtet ist. Beispiele sind Schilder für eine Bushaltestelle, den Fußweg oder auch ein Verbot für Radfahrer.
  • Zusatzzeichen: In Paragraph 39 der StVO werden diese Zeichen wie folgt beschrieben: „Zusatzzeichen zeigen auf weißem Grund mit schwarzem Rand schwarze Sinnbilder, Zeichnungen oder Aufschriften, soweit nichts anderes bestimmt ist. Sie sind unmittelbar, in der Regel unter dem Verkehrszeichen, auf das sie sich beziehen, angebracht.“. Dazu gehören zum Beispiel Einschränkungen von einem Tempolimit (bei Lärmschutz in der Regel nur von 22 – 6 Uhr gültig).
  • Verkehrseinrichtungen: Diese umfassen laut Paragraph 43 der StVO: „Schranken, Sperrpfosten, Absperrgeräte sowie Leiteinrichtungen, die bis auf Leitpfosten, Leitschwellen und Leitborde rot-weiß gestreift sind.“. Sie werden in der Regel situationsbedingt aufgestellt und haben Vorrang vor allen anderen Verkehrszeichen. In diese Kategorien fallen zum Beispiel fahrbare Absperrtafeln.
Verkehrszeichen in Österreich oder der Schweiz sehen aus, wie die Verkehrsschilder in Deutschland.

Verbotsschilder in Deutschland

Verbotsschilder: In diesem Fall wäre das Überholen verboten.

Verbotsschilder: In diesem Fall wäre das Überholen verboten.

Verbotsschilder, oder auch Verbotszeichen genannt, sollen dem Namen entsprechend auf ein Verbot hinweisen. Sie sind der Kategorie des Sicherheitskennzeichnens zuzuordnen. Im Straßenverkehr finden sich dutzende Verbotsschilder. Diese sind in der Kategorie der Richtzeichen zu finden.

Die Verbote können aus unterschiedlichen Gründen bestehen und sind für jeden Kfz-Fahrer, Fußgänger oder Radfahrer verpflichtend. Bekannt ist zum Beispiel das Zeichen 267: Ein roter Kreis mit einem weißen Querbalken in der Mitte. Es verbietet die Einfahrt in eine bestimmt Straße.

Paragraph 42 der StVO legt fest, dass diese Verkehrszeichen befolgt werden müssen:

(1) Richtzeichen geben besondere Hinweise zur Erleichterung des Verkehrs. Sie können auch Ge- oder Verbote enthalten.
(2) Wer am Verkehr teilnimmt, hat die durch Richtzeichen nach Anlage 3 angeordneten Ge- oder Verbote zu befolgen.
(3) Richtzeichen stehen vorbehaltlich des Satzes 2 dort, wo oder von wo an die Anordnung zu befolgen ist. Soweit die Zeichen aus Gründen der Leichtigkeit oder der Sicherheit des Verkehrs in einer bestimmten Entfernung zum Beginn der Befolgungspflicht stehen, ist die Entfernung zu dem maßgeblichen Ort auf einem Zusatzzeichen angegeben.

Verbotsschilder gibt es nicht nur im Straßenverkehr. Auch für den Alltag sind solche Schilder vorhanden. So existiert zum Beispiel eines das anzeigt, dass Rauchen in dem betreffenden Bereich verboten ist (Schild mit durchgestrichener Zigarette).

Hinweisschilder schaffen besondere Aufmerksamkeit

Eine zusätzliche Beschilderung für den Straßenverkehr, stellen die sogenannten Hinweisschilder dar. Diese sind meist am Fahrzeug selbst angebracht. Bei Lkw weisen diese Schilder zum Beispiel auf einen Gefahrguttransport hin oder Sie finden einen „Bitte genug Abstand zum Rangieren“ lassen Aufkleber vor.

Grundsätzlich sind Hinweisschilder eher an Nutzfahrzeugen zu finden und sollen Eigenschaften des Fahrzeugs, dessen steuerlicher Behandlung oder Hinweise auf die Ladung geben.

Ein Grünes „G-Schild“ kennzeichnet beispielsweise einen besonders geräuscharmen Lkw. Es befindet sich an der Frontseite des Fahrzeugs.

Verkehrszeichen in Deutschland: Wie wird ein Verstoß geahndet?

Verkehrsschilder zu missachten, kann zu einem Bußgeld führen.

Verkehrsschilder zu missachten, kann zu einem Bußgeld führen.

Wie bereits erwähnt, sind die Verkehrszeichen und Schilder in Deutschland für alle Verkehrsteilnehmer verpflichtend. Daher kann eine Missachtung zu einem Bußgeld laut Bußgeldkatalog führen.

So kann zum Beispiel das Überholen in einem Bereich, der mit dem Verkehrszeichen 276 oder 277 (Überholverbot) gekennzeichnet ist, für ein Überholmanöver ein Bußgeld von 150 Euro verhängt werden.

Zusätzlich wird dem Fahrer ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg eingetragen.

Verkehrszeichen dienen dazu, einheitliche Regelungen für den Straßenverkehr zu schaffen. Sie sind einfach gehalten, sodass sich jeder Kfz-Fahrer daran orientieren kann.
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