Wiederholte Geschwindigkeitsüberschreitung – erneut zu schnell unterwegs?

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Wiederholungstäter zahlen drauf

Wer wiederholt zu schnell unterwegs ist, zahlt drauf

Wer wiederholt zu schnell unterwegs ist, zahlt drauf

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) wurde natürlich nicht dafür entwickelt, seine Teilnehmer zu schikanieren, sondern in erster Linie dafür, die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten. Bei Verstößen gegen die StVO sieht das Verkehrsrecht vor, den Betroffenen über sein Fehlverhalten zu informieren, um so künftige Ordnungswidrigkeiten zu vermeiden.

Dafür hat der Gesetzgeber im Bußgeldkatalog die Höhe der Strafen und Kosten anhand eines Bußgeldes festgelegt. Wer nun aber dieselbe Ordnungswidrigkeit mehrmals begeht, gilt im Allgemeinen als Wiederholungstäter und muss daher auch mit einem höheren Bußgeld sowie weiteren Strafen, wie Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg oder sogar mit einem Fahrverbot rechnen.

Öfter mal zu schnell? – Fahrverbot durch mehrmalige Geschwindigkeitsüberschreitung

Wer es eilig hat, wird besonders hart bestraft. Wiederholte Geschwindigkeitsüberschreitungen sind wohl der Klassiker unter den Wiederholungstaten.

Bereits 1x zu schnell gefahren, kann teuer werden und es warten unter Umständen auch Punkte auf den PKW-Fahrer, im schlimmsten Fall ein Fahrverbot.

In der Regel droht immer dann ein Fahrverbot, wenn der Betroffene innerhalb von 12 Monaten zweimal mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung von über 26 km/h oder mehr unterwegs war.

Wer 2 mal geblitzt wurde, kann unter Umständen daher auch bei geringeren Geschwindigkeiten seinen Führerschein bereits abgeben. Zitat aus dem Gesetzestext:

Bereits wenige km/h zu schnell können als Beharrlichkeit ausgelegt werden und führen bei Wiederholungstätern oft zu einem Fahrverbot

Bereits wenige km/h zu schnell können als Beharrlichkeit ausgelegt werden und führen bei Wiederholungstätern oft zu einem Fahrverbot

Ein Fahrverbot kommt in der Regel in Betracht, wenn gegen den Führer eines Kraftfahrzeugs wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mindestens 26 km/h bereits eine Geldbuße rechtskräftig festgesetzt worden ist und er innerhalb eines Jahres seit Rechtskraft der Entscheidung eine weitere Geschwindigkeitsüberschreitung von mindestens 26 km/h begeht (§ 4 Abs. 2 Satz 2 BKatV).

Zudem gibt es noch den Passus beharrliche Pflichtverletzung. Beharrliche Pflichtverletzung liegt dann vor, wenn belegt werden kann, dass auch ein geringerer, zweiter Verstoß – nur 15 oder 20 km/h o. ä. zu schnell – in irgendeiner Art und Weise in Zusammenhang mit der ersten Geschwindigkeitsüberschreitung steht. In diesem Fall kann es ebenfalls zum Fahrverbot kommen. Völlig außer Betracht genommen ist hierbei wie hoch die wiederholte Geschwindigkeitsüberschreitung war.

Beharrlichkeit kann im Verkehrsrecht also immer dann vorliegen, wenn Verstöße, die noch nicht zu den groben Zuwiderhandlungen zählen, wiederholt begangen werden. Da in diesem Falle dem Betroffenen zur Last gelegt werden kann, dass er die notwendige Einsicht, dass sein Vergehen rechtswidrig war, fehlt. Daher soll eine höhere Bestrafung in diesem Fall dazu führen, dass der Fahrer sein Fehlverhalten einsieht und in Zukunft unterlässt.

Ist bereits bei dem ersten Verstoß ein Fahrverbot erteilt worden, so wird dieses für Wiederholungstäter um einen weiteren Monat verlängert.

Eine detaillierte Übersicht über Geschwindigkeitsübertretungen außerhalb und innerhalb von Ortschaften und deren Folgen: siehe Punkte- und Bußgeldtabelle unter „Geschwindigkeit außerorts“ und „Geschwindigkeit innerorts“.

Führerscheinentzug für Wiederholungstäter mit Alkohol im Blut

Nach dem Genuss von Alkohol sollte das Auto lieber stehen bleiben

Nach dem Genuss von Alkohol sollte das Auto lieber stehen bleiben

Nicht nur der Fahrer selbst sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer und eventuelle Mitfahrer sind höchst gefährdet, wenn der Kraftfahrzeugführer vor der Fahrt Alkohol getrunken hat.

Wiederholungstäter mit Alkohol am Steuer müssen neben dem Bußgeld, Flensburger Punkten und dem Fahrverbot auch mit einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung, der MPU, rechnen. Diese kann bei einer wiederholten Trunkenheitsfahrt zum Beispiel bereits ab einem Wert von 0,6 Promille angeordnet werden. Bei Verkehrsteilnehmern, die mit einem Promille-Wert unter 1,1 auffallen, erfolgt aber in den meisten Fällen eine Einzelfallentscheidung.

Allein die erste Trunkenheitsfahrt wird mit einem Bußgeld von 500 Euro geahndet. Hinzu kommen 2 Punkte und ein 1-monatiges Fahrverbot. Natürlich steigen die Sanktionen bei einem Wiederholungstäter.

Zu erwähnen ist, dass die oben genannten Ahndungen nur für einen Promille-Bereich von bis zu 1,1 Promille gelten. Alles was darüber hinausgeht, gilt als Straftat und wird nicht mehr vom Bußgeldkatalog gefasst, sondern geht ins Strafrecht über. Ab einer Blutalkohol-Konzentration von 1,6 Promille ist eine MPU Pflicht.

Drogen, Autofahrt und Wiederholungstäter

Eine zu hohe Dosierung von Drogen und Alkohol im Straßenverkehr gelten als Straftat

Eine zu hohe Dosierung von Drogen und Alkohol im Straßenverkehr gelten als Straftat

Ähnlich wie beim Alkoholeinfluss am Steuer gilt dies auch für Drogen. Hier erhält der Betroffene allerspätestens beim zweiten Verstoß eine „Einladung“ zur MPU. Sogar, wenn der Beifahrer positiv auf Drogen getestet wurde, kann er eine Aufforderung zur MPU erhalten.

Wiederholungstäter werden auch hier hart geahndet. Es droht im schlimmsten Fall sogar eine lebenslängliche Sperre des Führerscheins in Abhängigkeit des Zeitpunktes und der Höhe der Promille-Grenze, wenn man an keiner MPU teilnimmt.

Im Falle des Drogen- und Alkoholeinflusses im Straßenverkehr ist die Verjährungsfrist besonders lang – nämlich 10 Jahre.

Vor diesem Hintergrund, ist insbesondere bei denjenigen, die beruflich auf Ihren Führerschein angewiesen sind, bereits schon bei kleineren Ordnungswidrigkeiten Vorsicht geboten, aber vor allem, sollte man nicht zum Wiederholungstäter werden.

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{ 759 Kommentare… add one }
  • Andrej April 15, 2019, 6:41 pm

    Hallo , was passiert wenn 2 mal geblitzt in einem Monat Außerhalb ortschaft, ein mal war 32 km schnell und andere Mall 20 km schnell?

    • geschwindigkeitsueberschreitung.net April 23, 2019, 2:28 pm

      Hallo Andrej,

      dann müssen Sie jeweils die Sanktionen aus dem Bußgeldkatalog erwarten. Als Wiederholungstäter gelten Sie unter diesen Umständen in der Regel nicht.

      Ihr Team von geschwindigkeitsueberschreitung.net

  • Joachim K. Mai 9, 2019, 1:00 pm

    Hallo,
    ich bin am 21.12.16 mit 28 km/h zu viel außerorts geblitzt worden (rechtskräftig 14.03.17). Jetzt (7.3.19) bin ich innerorts mit 21 zu viel geblitzt worden. Die Bußgeldstelle verhängt ein ERHÖHTES Bußgeld wegen der Voreintragung. Ist das nicht außerhalb der Fristen?
    Danke im Voraus für die Antwort.

    • geschwindigkeitsueberschreitung.net Mai 27, 2019, 2:34 pm

      Hallo Joachim,

      warum die Behörde so entschieden hat, können wir leider nicht beurteilen. Grundsätzlich kann sie ein Bußgeld aber erhöhen. Beraten Sie sich am besten mit einem Anwalt mit entsprechendem Fachgebiet.

      Ihr Team von geschwindigkeitsueberschreitung.net

  • Tim Mai 11, 2019, 12:01 am

    Wurde vor einem halben Jahr mit 60 kmh zu schnell geblitzt, hatte 1 Monat Fahrverbot und erhöhte Geldtrafe. Nun wurde ich erneut mit ca 50kmh zu schnell geblitzt, was erwartet mich?

    • geschwindigkeitsueberschreitung.net Mai 27, 2019, 2:31 pm

      Hallo Tim,

      50 km/h zu schnell würden außerorts 160€ Bußgeld, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot bedeuten. Innerorts würde sich das Bußgeld auf 200€ erhöhen. Da Sie vermutlich als Wiederholungstäter angesehen werden, kann sich das Fahrverbot auf 2 Monate erhöhen.

      Ihr Team von geschwindigkeitsueberschreitung.net

  • Alina Mai 13, 2019, 10:16 am

    Ich wurde von der Polizei mit 134 km / h angehalten und die Höchstgeschwindigkeit lag bei 100 km / h. Mir wurde gesagt, dass ich 120 Euro Strafe und 1 Monat Fahrverbot erhalten werde.
    Ich bin kein Wiederholungstäter, ich bin im letzten Jahr nicht geflasht oder bestraft worden.
    Warum habe ich das einmonatige Fahrverbot erhalten? ‘
    Kann ich das Fahrverbot auf irgendeine Weise umgehen?

    • geschwindigkeitsueberschreitung.net Mai 27, 2019, 2:43 pm

      Hallo Alina,

      Sie sollten eigentlich kein Fahrverbot erhalten. Wenn der Bußgeldbescheid dennoch eines ausweist, haben Sie nach dessen Zustellung 14 Tage Zeit, Einspruch einzulegen. Beraten Sie sich bestenfalls mit einem Anwalt mit entsprechendem Fachgebiet.

      Ihr Team von geschwindigkeitsueberschreitung.net

  • Bill Mai 27, 2019, 10:57 am

    Hey was erwartet mich wenn ich innerhalb von 10 min 2 Mal am selben Blitzer geblitzt worden bin einmal mit 40 und einmal mit 39 zu schnell

    • geschwindigkeitsueberschreitung.net Mai 27, 2019, 2:07 pm

      Hallo Bill,

      unter Umständen gehen die Behörden von einer Tateinheit aus und erlassen nur einen Bußgeldbescheid. Die möglichen Sanktionen, die bei 40 km/h zu viel auf dem Tacho folgen, können Sie unseren Bußgeldtabellen entnehmen – abhängig ist das davon, wo Sie geblitzt wurden.

      Ihr Team von geschwindigkeitsueberschreitung.net

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